seilbahn.net | Themenbereiche | Skischulen/Skiverleih | 2018-02-28

Skilauf an Schulen: Follow-up!

von Markus Redl

Im tourismuspolitischen Diskurs wird zwar häufig der Rückgang bei der Teilnahme an Wintersportwochen beklagt, eine andere strategische Herausforderung im Schneesport jedoch ausgeklammert: Wie kann die einschlägige Schulveranstaltung auch in das familiäre Umfeld hineinwirken, das Freizeitverhalten außerhalb der Schule prägen?

Von schulischer Seite erst bei den 10- bis 14-Jährigen und vielleicht noch dazu gleich mit einer Wintersportwoche (also einer mehrtägigen Schulveranstaltung) anzusetzen, kommt einer Überforderung gleich. Lehrerinnen und Lehrer berichten, dass das skiläuferische Niveau in der Sekundarstufe I in den letzten Jahrzehnten quer durch alle Milieus stark abgenommen hat. Die Spitze ist sehr schmal geworden, es gibt viel mehr Anfänger/-innen. Um die vielbeschworene pädagogische Chance der Wintersportwoche überhaupt adäquat nutzen zu können, ist daher bereits in der Primarstufe anzusetzen.

Fallbeispiel Volksschulen zum Schnee

In Niederösterreich kooperieren wir seit der Wintersaison 2011/2012 dazu bei der Schulsportinitiative „Volksschulen zum Schnee“ mit einem privaten Partner, der eintägige Schulveranstaltungen in von Wien bzw. den Ballungszentren gut erreichbaren Skigebieten als komplettes Package organisiert. Seit Beginn bekommen die teilnehmenden Kinder auch einen Tageskarten-Gutschein für den kostenlosen Wiederbesuch eines der teilnehmenden Skigebiete überreicht.

Der Rücklauf bewegt sich (bei insgesamt 72.851 Teilnahmen in sechs Schuljahren) in einer Größenordnung von rund fünf Prozent. Der Gutschein ist zwar auch in der auf die Schulveranstaltung folgenden Wintersaison – aber derzeit immer nur außerhalb der Ferienzeiten – gültig. In der Folge informieren wir die Familien regelmäßig über besondere Angebote, da bei der Einlösung des Gutscheins dafür das Einverständnis gegeben wird.

Dieser Follow-up auf die Schulveranstaltung im Rahmen von „Volksschulen zum Schnee“ ist nur ein Beispiel dafür, wozu wir branchenweit aufgerufen sind: Nämlich auf Eltern und Großeltern von – durch die Initialzündung des Wintersporttages oder der Wintersportwoche – (hoffentlich) schneesportbegeisterten (Enkel-)Kindern mit passenden Angeboten zuzugehen.

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