seilbahn.net | Themenbereiche | Skischulen/Skiverleih | 2018-12-12

Steiermark: Damit Skifahren wieder Schule macht

Weil weniger Schulen auf Skikurse abfahren, versucht das Land gegenzusteuern. Mit einer Förderaktion, die die Kosten für Schüler senken soll.

„Wir wollen unserem Image als Wintersportland auch in Zukunft gerecht werden“, rechtfertigt Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl den Griff ins Budget. Jeweils 200.000 Euro werden in den Schuljahren 2019/20 und 2020/21 locker gemacht, um Eltern finanziell unter die Arme zu greifen. Gefördert werden Hin- und Rückfahrtkosten, wenn steirische Schulen einen mindestens viertägigen Schulskikurs in einem der 75 steirischen Skigebiete abhalten. 

Die Fördereuros fließen zu Recht, wie ein Blick auf die Studie des Grazer Sportlehrers Gerd Egger zeigt. Sie hat ergeben, dass die Zahl der Schüler, die auf Schulskikurs fahren, seit 2008 um neun Prozent auf 15.900 gesunken ist. Den Versuch, mehr Klassen auf die (vor allem kleinen) Skipisten zu bringen, unterstützt auch Karl Schmidhofer, Präsident des steirischen Skiverbandes. Er leistet daher ebenfalls seinen Beitrag, um vor allem die Familie im Falle eines Unfalles abzusichern: „Wir bieten eine kollektive Unfallversicherung für Wintersportwochen an. Um zwei Euro kann der volle ÖSV-Schutz in Anspruch genommen werden: Bergungs- oder Transportkosten nach einem Unfall, auch mit dem Hubschrauber, und vieles mehr.“ Schmidhofer bezeichnet die Förderaktion als wichtiges Signal für die kleinen Skigebiete, „die sich teilweise auf Schulskikurse spezialisiert haben und viele Preiszuckerln für die Jugend anbieten“. Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner setzte sich bei der Präsentation des Fördertopfes mit Nachdruck für eine Erleichterung der Rahmenbedingungen ein: „Aktuell müssen 70 Prozent der Schüler einer Klasse teilnehmen, damit ein Skikurs zustande kommt. Dieser Wert muss gesenkt werden.“

Ab dem Schuljahr 2019/20 übernimmt das Land die Fahrtkosten. Ab 4. Februar 2019 können Schulen ansuchen: www.verwaltung.steiermark.at/a12.

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