seilbahn.net | Themenbereiche | Urban | 2019-01-10

Urbane Seilbahn München: Machbarkeitsstudie wird beauftragt

Ergänzung für den öffentlichen Nahverkehr

Wird München irgendwann eine Seilbahn zur Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs haben? Das soll nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft werden. Die Vollversammlung des Stadtrats hat heute einen entsprechenden Beschluss gefasst. Geprüft wird eine Trasse auf einer vielbefahrenen Strecke.

So könnte die Seilbahn verlaufen

In einer Seilbahn von Haltestelle zu Haltestelle schweben - diese Vision könnte in München Realität werden. Eine konkrete Trasse über dem Frankfurter Ring soll nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht werden. Damit soll geprüft werden, ob die Seilbahn den öffentlichen Nahverkehr ergänzen und die Straßen entlasten könnte.

Die Trasse ist als Ost-West-Verbindung zwischen dem U-Bahnhof Studentenstadt, der Tramhaltestelle Schwabing Nord, dem U-Bahnhof Frankfurter Ring und dem U-Bahnhof Oberwiesenfeld vorgesehen. Zusätzlich sollen acht Verlängerungsmöglichkeiten geprüft und im Vergleich zu (Schnell-)Bussen und Trams bewertet werden. 

Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, die wesentlichen Voraussetzungen für ein Planungsverfahren zu erarbeiten, mögliche Schwierigkeiten der Umsetzung herauszufinden und Lösungsvorschläge zu entwickeln.
Neue Perspektiven für die Passagiere

„Eine Seilbahn bietet im wahrsten Sinne des Wortes ganz neue Perspektiven: Sie könnte überraschend viele Passagiere in kurzer Zeit transportieren und wäre gleichzeitig schnell und verhältnismäßig kostengünstig zu realisieren. Am Frankfurter Ring könnte sie eine wichtige Tangentialverbindung im Münchner Nahverkehrssystem darstellen“, so Oberürgermeister Dieter Reiter.

Stadtbaurätin Dr.(I) Elisabeth Merk ergänzt:„Seilbahnen können das Image einer Stadt prägen und müssen sich gut in die Umgebung einfügen. Auch auf diese Punkte soll in der Machbarkeitsstudie eingegangen werden."

Aus verkehrsplanerischer Sicht ist eine Seilbahn grundsätzlich interessant, weil bislang mit Ausnahme der U-Bahn alle Verkehrsmittel um den gleichen Raum konkurrieren. Mit der Seilbahn würde eine neue Ebene genutzt.

Bereits im Juli hatte Oberbürgermeister Reiter gemeinsam mit der damaligen bayerischen Verkehrsministerin Ilse Aigner und Dr. Jürgen Büllesbach, Vertreter der Schörghuber Unternehmensgruppe, die Idee einer urbanen Seilbahn vorgestellt (auf dem Foto, v.l.).



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