seilbahn.net | Themenbereiche | Tourismus/Gastro | 2019-04-03

Österreichs Plan T - Masterplan für Tourismus vorgestellt

Hörl und Gerber zum Plan T: Meilenstein für bundespolitischen Stellenwert des Tourismus!

Bundesministerin Elisabeth Köstinger sorgt für einen durchdachten und bestens aufbereiteten Strategieprozess im Tourismus

Die Erfolgszahlen sprechen eine klare Sprache: Österreich befindet sich seit vielen Jahren untern den weltweiten Top-15-Nationen. Mit einem Anteil von 16 Prozent zählt die Tourismus und Freizeitwirtschaft zu den wesentlichsten Wirtschaftsfaktoren und schafft 770.000 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze. „Umso konsequenter ist jetzt auch der politische Kurs, den die Bundesregierung nun eingeschlagen hat“, so Tirols Wirtschaftsbundobmann NR Franz Hörl. Der in Salzburg präsentierte Plan T (Masterplan für Tourismus) sei Ausdruck einer bis dato einzigartigen Gesamtstrategie. „Das beginnt bei der Integration des Themas in die neue Struktur des Bundesministeriums und der Schaffung der für die Sacharbeit so wichtigen organisatorischen Strukturen. Dazu zählt unter anderem eine eigene Sektion im Ministerium, die sich ausschließlich mit diesem für Österreich so wichtigen Thema auseinandersetzt“, betonen Hörl und der Tiroler VP-Tourismussprecher Mario Gerber.

Diese übergeordnete Koordination, abgestimmt mit der Wirtschaftskammer Österreich und den Bundesländern als wichtige Partner, ist nicht nur symbolisch wichtig, sondern bringt vor allem wichtige inhaltliche Weichenstellungen. „Diese dienen der gesamten Branche als Leitlinie und fokussieren auf Themen, die den Tourismus in der täglichen Arbeit direkt betreffen“, so Gerber. Der Plan T bildet diese Vision in einem konkreten Fahrplan ab und stärkt damit vor allem auch das Leben im ländlichen Raum – schließlich finden 60 Prozent der touristischen Investitionen in einem Umkreis von 60 Kilometern statt.

Plan für mehr Lebensqualität

Wer glaubt, der Masterplan für die Tourismuspolitik in Österreich sei im stillen Kämmerlein entstanden, der irrt. „Mehr als 500 ExpertInnen und PraktikerInnen aus allen Bereichen haben in dialogorientierten Workshops in allen Bundesländern mitgearbeitet und gemeinsam die Zukunft des österreichischen Tourismus geformt“, so Hörl. Zu den Maßnahmen des Plan T zählen drei Zielkorridore und neun Handlungsfelder, die vorhandene Stärken und neue Potenziale der Branche konkret und geplant weiterentwickeln werden. „Dazu zählen neben dem Thema Digitalisierung vor allem die Bereiche Ausbildung und Arbeitsmarkt, Nachhaltigkeit, Tourismusmarketing und Finanzierung“, so Gerber. Besonders wichtig sei die übergeordnete Zielsetzung der Nachhaltigkeit, die bereits heute einen bedeutenden Anteil der jährlichen Investitionen der Branche ausmacht. Daneben kommt auch dem ländlichen Raum in vielerlei Hinsicht eine große Bedeutung zu. „So soll der Plan T auch Grundlagen schaffen, um das Tourismus-Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung zu fördern, die regionale Wertschöpfung zu sichern und Österreich darüber hinaus zu einer international bekannten grünen Destination zu machen. In diesem Sinne ist der Plan T eigentlich ein Plan L – ein Plan für mehr Lebensqualität für all jene Menschen, die in unserem Land von einem erfolgreichen, nachhaltigen und ressourcenschonenden Tourismus leben“, so Hörl und Gerber, die Bundesministerin Elisabeth Köstinger zum „durchdachten und bestens aufbereiteten Start in diesen wichtigen Prozess“ gratulieren.

Aktionsplan setzt konkrete Maßnahmen

Neben der ausgearbeitet Gesamtstrategie wurde ein wiederkehrender Aktionsplan erstellt, um aus den strategischen Überlegungen heraus konkrete Maßnahmen zu setzen. „Besonders erfreulich sind die Sonderbudgets von gesamt 2,3 Millionen Euro für die Österreich Werbung und die Österreichische Hotel- und Tourismusbank mit Fokus auf die Digitalisierung, der in dieser dienstleistungsintensiven Branche ein besonderer Stellenwert eingeräumt werden muss. Die gesamte Bundesstrategie ist darauf ausgerichtet, unsere kleine Destination Österreich mit ihren Betrieben in einer globalisierten und digitalisierten Welt auf Kurs zu halten“, so Hörl. Zudem wird die gewerbliche Tourismusförderung völlig neu ausgerichtet. „Dabei rücken unsere zahlreichen Familienbetriebe, die Herzstück unseres österreichischen Erfolgsweges sind, in den Mittelpunkt“, freut sich Gerber. Auch dringende politische Maßnahmen, wie die Einberufung eines „Sharing Economy-Gipfels“ zur Abstimmung einer bundeseinheitlichen Lösung oder der Aktionsplan für sichere Almen finden sich im Maßnahmenkatalog wieder.


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