seilbahn.net | Themenbereiche | Karriere | 2019-05-11

Österreichs Seilbahnen: Top ausgebildete MitarbeiterInnen sorgen für Erfolg

vida-Bacher: Wertschätzung für die Beschäftigten zeigen – österreichischer Lehrberuf Seilbahntechnik international etabliert und angesehen
  
„Die Top ausgebildeten MitarbeiterInnen in Österreichs Seilbahnwirtschaft sind eine verlässliche Stütze des weltweiten Erfolgs der österreichischen Seilbahnwirtschaft, sei es bei technischen Innovationen, Nachhaltigkeit oder Umweltfreundlichkeit“, betont der für den Bereich Seilbahnen zuständige Kollektivvertragsverhandlungsleiter der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, Walter Bacher, anlässlich der österreichischen Seilbahntagung „Green Mountain“ in Innsbruck.
 
In die MitarbeiterInnen investieren
 
„Es ist erfreulich, dass die Brache längst erkannt hat, dass für den anhaltenden Erfolg der Seilbahnen nicht nur in Technik, sondern auch in die Fachkräfteausbildung investiert und die Leistung der Beschäftigten entsprechend honoriert werdem muss“, verweist Bacher auf den vor einigen Jahren geschaffenen Lehrberuf des Seilbahntechnikers und das heuer in den Kollektivvertragsverhandlungen erreichte sehr gute Lohnplus für die rund 18.000 österreichischen Seilbahnbediensteten von durchschnittlich knapp 3 Prozent.
 
In beidseitiger sozialpartnerschaftlicher Wertschätzung gelang auch eine zusätzliche Anhebung der Einstiegslöhne. Erstmals konnten eigene Lohnkategorien und zusätzlich Verbesserungen für FacharbeiterInnen und ausgebildete SeilbahntechnikerInnen verhandelt werden, was in Zukunft zu deutlichen finanziellen Besserstellungen in Höhe von bis zu 8 Prozent führt. Kräftig angehoben wurden auch die Lehrlingsentschädigungen. So gibt es im ersten Lehrjahr in Zukunft 29 Prozent und im zweiten 24 Prozent mehr, so der vida-Gewerkschafter.
 
Für Fachkräftenachwuchs ist gesorgt
 
„Höhere Lehrlingsentschädigungen setzen wichtige Anreize für junge Menschen, eine Lehrlingsausbildung zu absolvieren, damit weiterhin für ausreichend hochqualifizierten Fachkräftenachwuchs in der Branche gesorgt ist“, betont Bacher. Schließlich unterliegen Seilbahnen strengen Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften. „Die SeilbahntechnikerInnen sorgen dafür, dass diese Pläne eingehalten und durchgeführt werden“, sagt der vida-Gewerkschafter. Insbesondere für die ländlichen Regionen sei eine qualifizierte Lehrausbildung ein wesentlicher Beitrag für mehr Lebensqualität. „Die jungen Menschen können so ihre Ausbildung vor Ort absolvieren und müssen auch nach Abschluss der Lehre nicht auspendeln“, so Bacher. 
 
International etablierter Lehrberuf Seilbahntechnik zur Doppellehre ausgebaut
 
Diese Überlegungen seien auch die Initialzündung für den Lehrberuf „Seilbahntechnik“ gewesen, erläutert der vida-Gewerkschafter. Der Lehrberuf und damit die Fachkraft SeilbahntechnikerIn sei längst etabliert und vor allem in Freizeit- und Tourismusregionen ein wesentlicher Beitrag zur Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze. Auch Südtirol und Deutschland haben die Qualität der Ausbildung in Österreich erkannt und entsenden seit einigen Jahren ihre Lehrlinge zur schulischen Ausbildung in die Landesberufsschule Hallein. „Der Lehrberuf konnte zuletzt auch zur Doppellehre ‚Seilbahntechnik und Elektrotechnik‘ erweitert werden, um die Qualifikation weiter auszubauen und den Arbeitsbereich dieser Fachkräfte und ihre beruflichen Möglichkeiten noch auszuweiten“, so Bacher abschließend 

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