seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2019-11-19

Vorarlberger Seilbahnen investieren in Infrastruktur und Fachkräfte

Vorarlberg zählt nach wie vor zu den beliebtesten Wintersportdestinationen Europas. Damit das so bleibt, investieren die Seilbahnen laufend. 

Die Vorarlberger Seilbahnunternehmen sind gerüstet und gehen mit Investitionen von 22,4 Millionen Euro in die kommende Wintersaison. Wie bereits im Vorjahr war auch heuer die Modernisierung der Bahnen ein Schwerpunkt: Rund 30 Prozent des gesamten Investitionsvolumens flossen in die Seilbahntechnik und Komfortverbesserungen. Weitere 4,2 Millionen Euro haben die Seilbahnen für Infrastruktureinrichtungen, wie etwa Parkraumgestaltung, Gastronomie oder Erlebnisangebote aufgewendet. 3,8 Millionen beträgt der Anteil zur Sicherung der Schneelage – 70 zusätzliche Schneeerzeuger wurden vorarlbergweit für die kommende Wintersaison installiert. Insgesamt sind im Ländle nun 1.920 Stück im Einsatz. „Der Erfolg der Vorarlberger Skigebiete beruht vor allem darauf, dass wir unseren Besuchern das komplette Paket bieten – Parkplätze unmittelbar bei den Bergbahnstationen, ein ausgezeichnetes kulinarisches Angebot, verschiedenste Erlebnisangebote am Berg, Schneesicherheit, beste Pistenverhältnisse und natürlich moderne Bergbahnen, die maximalen Komfort bieten und dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Die ausgewogene Mischung dieser Faktoren ist das Erfolgsrezept der Vorarlberger Skigebiete“, verdeutlicht Michael Tagwerker, Geschäftsführer der Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg, die Notwendigkeit, laufend in die verschiedenen Bereiche zu investieren.  
Vorarlberger Seilbahnen wirken Fachkräftemangel entgegen

„Um langfristig erfolgreich zu sein, bedarf es aber nicht nur monetärer und materieller Investitionen. Meist im Hintergrund und von den Besuchern weitgehend unbemerkt sind es die Seilbahntechniker, die für einen reibungslosen Tagesablauf und die Sicherheit der Fahrgäste sorgen“, ergänzt Hannes Jochum, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg. Seit 2008 bieten die Vorarlberger Bergbahnen die Ausbildung zum Seilbahntechniker an. Diese kann auf Wunsch auch als Doppellehre mit dem Zusatzmodul Elektrotechnik absolviert werden. 

„Der Fachkräftemangel ist speziell in Westösterreich ein sehr aktuelles Thema. Viele Unternehmen haben Probleme damit, junge Menschen für eine Lehre zu begeistern – gerade auch im handwerklich-technischen Bereich. Wir wirken diesem Trend mit einem attraktiven Lehrangebot, spannenden Inhalten und langfristigen Karrierechancen entgegen“, sagt Jochum.  

Lehre zum Seilbahntechniker als Karrieresprungbrett

Seilbahnanlagen sind mittlerweile hochkomplexe Hightech-Systeme. Dementsprechend vielseitig ist auch die Ausbildung zum Seilbahntechniker. Diese bedienen und warten nicht nur die Seilbahnen und überprüfen sie auf ihre Funktionstüchtigkeit und Sicherheit. Zu ihrem Aufgabenbereich zählen auch die Pistenplanung und -pflege, die Kalkulation betrieblicher Kosten sowie die Beratung und Betreuung von Gästen. Seit 2008 haben in Vorarlberg insgesamt 41 junge Menschen die Ausbildung zum Seilbahntechniker absolviert. Jedes Jahr kommen vier bis fünf neue Fachkräfte hinzu. „In dreieinhalb Jahren Ausbildung lernen unsere Lehrlinge nicht nur alle Feinheiten der Seilbahntechnik und Elektrotechnik, auch der Bereich Umwelt und Natur spielt in diesem Beruf eine große Rolle. Dank des vielseitigen Ausbildungsprogrammes stehen den Lehrlingen viele Karrierechancen offen. Die abgeschlossene Lehre zum Seilbahntechniker bietet die besten Voraussetzungen, sich zum Betriebsleiter oder zum Ingenieur weiterzuentwickeln“, erklärt Helmut Schedler, langjähriger Lehrlingsausbilder bei den Bergbahnen Brandnertal. 

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