seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2019-11-27

Steiermark: Bahnen frei für das Skivergnügen

Liftbesitzer und Bahnenbetreiber in rund 80 steirischen Skigebieten sind gerüstet für den Ansturm der Pistenfans.

Nicht weniger als 64 Millionen Euro sind heuer in Bahnen, Lift- und Beschneiungsanlagen, ­Pistengeräte und gastliche Infrastruktur geflossen. 

Georg Bliem, Chef der Planaibahnen, kann bereits eine erste Schneebilanz ziehen: „Wir haben seit 15. November Skibetrieb auf der Planai und am ersten Wochenende 3.000 Gäste verbucht.“ Am 6. Dezember fällt auch der offizielle Startschuss mit einem hochkarätig besetzten Opening. Nur eines von vielen Beispielen dafür, dass die über 300 Seilbahnen, Sessel- und Schlepplifte in der Steiermark ungebremst stabile Wirtschafts- und Jobmotoren sind, wie eine Marktforschungsstudie ergeben hat. 

112 Millionen Euro Umsatz

Die Branche verbuchte im Vorjahr demnach einen Umsatzrekord von 112 Millionen Euro. Durch direkte und indirekte (Brutto-)Wertschöpfung von 371,6 Millionen sichert sie damit rund 6.740 Arbeitsplätze – „nur“ 1.240 davon direkt bei den Seilbahnen – und ist so ein unverzichtbarer Garant für den Wohlstand in den Wintersportregionen. 

Fabrice Girardoni, Obmann der steirischen Seilbahnen und Geschäftsführer am Stuhleck, legt noch weitere Erfolgszahlen nach: „Mit dem errechneten Wertschöpfungsfaktor (netto) von 7,4 können aus 1.000 Euro an Löhnen, Abschreibungen und Gewinnen, die bei uns in den Betrieben anfallen, bis zu 7.400 Euro an Wertschöpfung in den jeweiligen Regionen generiert werden.“ Die Gäste lassen sich mit 188,5 Euro/Tag den Pistenspaß auch einiges kosten: 30 Prozent davon fließen in Beherbergungsbetriebe, 18,2 Prozent in den Kauf von Liftkarten, 16,2 Prozent in die Gastronomie, 13,7 Prozent in den Transport, 11,3 Prozent in den Sporthandel und 4,8 Prozent in Skischulen, in den Freizeitsektor und in Sonstiges. 

64 Millionen Euro an Investitionen

Ergebnisse, die Girardoni bestätigen, auch 2019 zu Recht die Qualitätsoffensive fortgesetzt und in die Zukunft investiert zu haben. Und zwar recht üppig, wie 64 Millionen Euro beweisen: „Auch wenn der Löwenanteil von 34 Millionen Euro in den Neubau der Zehner-Kabinenbahn auf der Planai und in den Bürgeralpe Express auf der Mariazeller Bürgeralm geflossen ist, 20 Prozent wurden in den Ausbau von Beschneiungsanlagen, fünf Prozent in die Gastronomie und die Schaffung von Parkflächen und 20 Prozent in die Infrastruktur, wie den Kauf von Pistengeräten etc., investiert“. Der Investitionsschub rechtfertigt für Girardoni auch die Tatsache, dass die Liftkarten in der laufenden Saison um (nur) rund drei Prozent steigen.






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