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seilbahn.net | Themenbereiche | Seilbahnen | 2016-12-19

SÖLDEN PRÄSENTIERT LEISTUNGSSTÄRKSTE SEILBAHN DER WELT

Die Bergbahnen Sölden erhöhten zum diesjährigen Saisonstart die Infrastrukturqualität gleich um mehrere Stufen. Mit der neuen Giggijochbahn entstand im Ötztal die 10er-Einseil-Umlauf-Bahn mit der höchsten Förderkapazität – weltweit! Sie ist eine seilbahntechnische Meisterleistung und ein architektonisches Statement. Vor allem aber: in Sachen Komfort für die Fahrgäste momentan nicht zu toppen.

Eine Förderleistung von 4.500 Personen pro Stunde eröffnet neue Dimensionen von Kapazität und Komfort der Zubringerbahn aufs Giggijoch, den sonnenverwöhnten Hotspot im Skigebiet von Sölden. Vom Ankommen an der Talstation (1.362 m) bis zum Aussteigen am Berg (2.283 m) erwartet Fahrgäste ein qualitativer Quantensprung: viel Platz, Luft und Licht in den Stationsgebäuden, geräumige 10er-Kabinen, große und bestausgestattete Verkehrsflächen, deutlich verkürzte Fahrzeiten, enorme Laufruhe sowie ebenerdige und barrierefreie Zu- und Ausstiege.

ANKOMMEN IN NEUER DIMENSION

Die markante, schlanke Talstation mit Südeingang beherbergt eine ebenerdige 13 Meter hohe Kassenhalle mit acht Verkaufsstellen und modernster Info-Technik zum Skigebiet. Darüber thront die spektakulär aus der vertikalen Linie des Baus hervorspringende Einstiegsebene, die mittels zweier Rolltreppen und zweier Aufzüge bequem vom Parkplatzniveau zu erreichen ist.  Zudem wird dieser Bereich über das Parkhaus sowie über eine Pistenanbindung erschlossen.

RASCHER TRANSPORT, ENORME LAUFRUHE

Mit maximalem Speed und dank ausgeklügeltem Zutrittssystem ohne Anstehen bringt die neue Giggijochbahn ihre Fahrgäste ins Skigebiet. Die Anlage erreicht mit 134 Kabinen eine Förderleistung von 4.500 Personen pro Stunde, die Geschwindigkeit beträgt max. 6,5 m/s. Nach dem Fahrtantritt geht’s entspannt weiter. Mit 20 Zentimetern mehr Platz als in vergleichbaren 10er-Kabinen und höchster Laufruhe der Anlage. Die neuesten Entwicklungen der Seilbahntechnik, die Seilbahn-Weltmarktführer Doppelmayr mit der Giggijochbahn erstmals zum Einsatz bringt, zeigen hier Wirkung. Über 26 komplett neue Stützen und 2.650 m Schräglänge dauert die Bergfahrt nur knapp 9 Minuten – für einen Höhenunterschied von 920 Metern! Die gesamte Strecke ist zur Sicherheit der Kunden beleuchtet sowie mit Kameras und Lautsprechern ausgestattet.

„LEVEL WALK IN“ AM BERG

Im Stationsgebäude am Berg angekommen, erleben Fahrgäste hautnah die Vorzüge neuester Technik. Die Ausbildung des Zu- und Ausstiegsbereiches wird erstmals in „Knochenform“ verwirklicht. Das bedeutet konkret: Zehn Kabinen stehen dicht an dicht auf einer Linie und sind bereit für das Ein- bzw. Aussteigen der Fahrgäste  – vergleichbar mit einer U-Bahn-Garnitur. Dieses „Level Walk In“ schafft einen bequemen, stress- und barrierefreien Zugang zu Pisten und Liften. Nach der Ankunft offenbart sich die ganze Dimension dieser Bergstation. Die folienbespannte Stahlkonstruktion beherbergt nicht nur die Stationsebene und darüber den Gondelbahnhof, sondern auch einen Sportshop und ein Skidepot mit jeweils ca. 250 m². Komfortabler kann ein Skitag nicht beginnen. Bequem mit Winterschuhen aus der Bahn steigen, mit der Rolltreppe ins Depot fahren, in beheizte Skischuhe schlüpfen, die Skier nehmen und los. 

ERNEUT ARCHITEKTONISCHER MEILENSTEIN FÜR SÖLDENS SKIGEBIET

Beim Neubau der Giggijochbahn fand eine erfolgreiche Zusammenarbeit ihre Fortsetzung. Architekt Johann Obermoser zeichnet nach der Gaislachkoglbahn und dem Gourmetrestaurant ice Q am Gaislachkogl auch für die Gestaltung der neuen Giggijochbahn verantwortlich. Und damit für ein weiteres Architektur-Highlight im Skigebiet von Sölden. Den Baukörper hat das Büro Obermoser höchst prägnant in Szene gesetzt. Bei all dem kommt der Faktor Service und Komfort nie zu kurz. So verbinden zwei Rolltreppen den Zustiegsbereich, der zudem direkt an Skipiste und Parkhaus angeschlossen ist. Die Einstiegsebene wurde auf 13 Meter angehoben und ermöglicht ein Stationskonzept mit kleinstmöglichem Fußabdruck am Grundstück. Der schlanke, turmartige, massive Gebäudekern nimmt die Seilbahntechnik auf und ist weithin als Landmark sichtbar. Die erhöhte Einstiegsebene verschwindet hinter einem bildperforierten Band mit dem Bergpanorama der Ötztaler Alpen. Die Verspiegelung der aus dem Baukörper herausragenden Untersicht erzeugt eine Illusion der Leichtigkeit. Lichteffekte können verschiedene Stimmungen im Panoramabild simulieren.

Das ausgeklügelte Zusammenspiel von unterschiedlich großen Bohrungen in der Metallfassade und der LED-Beleuchtung entfaltet beim Betrachter eine ungeahnte räumliche Wirkung. Nachts sorgt blaues Licht für ein besonders plastisches Erscheinungsbild des Bergpanoramas und verstärkt so den Effekt der von weitem sichtbaren Landmarke. Das Lichtkonzept und die Umsetzung stammen von Bartenbach lighting solutions. Die Helligkeit des inszenierten Bildes ist optimal auf die Architektur und deren Beleuchtung abgestimmt. So tritt das „Licht-Bild“ gegenüber seiner Umgebung zwar hervor, es wird vom Betrachter jedoch nicht, wie etwa überinszenierte Reklame, als störend wahrgenommen, sondern vielmehr als „Lichtkunst“.

NACHHALTIGES ENERGIEMANAGEMENT

Tal- und Bergstation werden umweltschonend und nachhaltig beheizt – ganz im Sinne des Energiemanagements der Bergbahnen Sölden. Die Talstation verfügt über eine Grundwasser-Wärmepumpe. Am Berg versieht ein Wärmerückgewinnungssystem mit Wärmetauschern und zwei Luftwärmepumpen, Betonkernaktivierung und Gebläseerhitzer seinen umweltfreundlichen Dienst.

UPCYCLING: ALTE BAHN ERFÄHRT ZWEITE KARRIERE IN HOCHOETZ

Die neue Zubringerbahn bildet bereits die dritte Generation der Aufstiegshilfen aufs Giggijoch. Nach fast 37.000 Betriebsstunden beförderte ihre Vorgängerin am 17. April 2016 zum letzten Mal Skigäste in Sölden. Wohlgemerkt in Sölden, denn die 1998 in Betrieb genommene Anlage versieht ab dieser Saison im Skigebiet Hochoetz ihren Dienst.

Weitere Informationen: www.soelden.com/giggijochbahn

TECHNISCHE KEYFACTS 10-EUB GIGGIJOCH

Hersteller: Doppelmayr
System: Kuppelbare 10er-Kabinenbahn
Talstation Höhe: 1.362 m
Bergstation Höhe: 2.283 m
Schräge Länge: 2.650 m
Höhendifferenz: 920 m
Fahrgeschwindigkeit: max. 6,5 m/s 
Förderleistung pro Stunde: 4.500 Personen
Fahrzeit: 8,87 min
Anzahl Kabinen: 134
Anzahl Stützen: 26
Seillänge: 5.371 m
Baujahr: 2016

Bilder: Sölden / Rudi Wyhlidal








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