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seilbahn.net | Themenbereiche | Seilbahnen | 2018-02-08

Neue Dorfbahn Warth offiziell eingeweiht

Am 03. Februar 2018 wurde die neue Dorfbahn sowie die Beschneiungsanlage offiziell eröffnet.

 „Die Idee einer Dorfbahn als direkten Zubringer ins Skigebiet gibt es bereits seit Jahrzehnten,“ sagt Günter Oberhauser, Geschäftsführer der neuen Dorfbahn. Schon 1996 wurde eine Bewilligung nach dem Gesetz für Naturschutz und Landschaftsentwicklung ausgestellt, das Projekt wurde jedoch nicht umgesetzt. Im Herbst 2016 wurde ein neuer Anlauf unternommen, der schließlich zum Erfolg führte. „Wir konnten das Bahnprojekt mit dem umfangreichen Genehmigungsverfahren in rekordverdächtiger Zeit umsetzen. Das war nur dank der fachmännischen Planungen, der engen Abstimmung mit den Herstellern, den Behörden und dem guten einvernehmen mit den Grundeigentümern möglich. Ich würde den Bau der Bahn am Dorfplatz in Warth als wichtigen Impuls für die weitere erfolgreiche Entwicklung von Warth bezeichnen. Damit genießen Skifahrer nun auch im Dorfzentrum den speziellen Komfort, direkt von der Unterkunft in den Skitag zu starten – nachdem das unsere Gäste an der Steffisalp und Jägeralp ja schon seit Jahren schätzen.“ ergänzt Oberhauser. Mit 422 Metern Länge überwindet die 8er Kabinenbahn 76 Höhenmeter bis zur Bergstation im Bereich Wannenkopf auf 1.575 Metern Höhe und ist damit eine der kürzesten Einseil-Umlaufbahnen Österreichs.

Wiederverwertung und stabilere Konstruktion 

Wer meint, die Bahn schon mal gesehen zu haben, der liegt richtig. „Sie stand in Pettneu am Arlberg und war nur wenige Jahre in Betrieb. Nach der Schließung des Skigebiets erfolgte der Rückbau der Anlagen, dies ermöglichte den Warthern die Übernahme der Anlage. Der Seilbahnhersteller Doppelmayr und das erfahrene Team der Skilifte Warth haben die Bahn Abgebaut, generalüberholt und in Warth wieder aufgebaut. Die komfortable 8er Kabinenbahn erstrahlt nun in neuem Glanz und bietet nun auf der anderen Seite des Arlbergs zusätzlichen Ski-Komfort. Wiederverwerten macht Sinn, vorausgesetzt die örtlichen Anforderungen passen so perfekt zusammen: Die Technik, die Länge der Bahn, die Stützen, die Kabinen – für die Dorfbahn Warth war das alles wie gemacht. Gänzlich neu sind jedoch das Tragseil sowie die Gebäude der Tal- und Bergstation – ursprünglich hatte man die Stahlhallen wiederverwenden wollen, allerdings erforderten die zu erwartenden großen Schneemengen in Warth eine stabilere Konstruktion der Gebäude.

Die Fahrzeit der Bahn beträgt 2 Minuten und 20 Sekunden. Eine kurze Fahrzeit mit sehr großer Wirkung – für Skigäste, die jetzt schneller und vor allem einfacher ins Skigebiet kommen – oder auf die neuen Pisten abbiegen und zurück in Richtung Talstation fahren.

Eine Bahn als Gemeinschaftsprojekt 

Man merkt, dass man sich in Warth viele Gedanken gemacht hat über das neue Angebot und Zweck der neuen Bahn, über die genaue Positionierung im Ort, den Bauablauf und die alpine Raumgestaltung. Die Initiatoren der neuen Dorfbahn sind stolz, dass dabei so viele Partner erfolgreich zusammenarbeiteten: Gelingen konnte das Vorhaben als lokales Gemeinschaftsprojekt: Die Skilifte Warth, die Gemeinde Warth und die Raiffeisenbank Lech-Warth sind ebenso beteiligt wie die Hoteliers und Gastronomen Rainer Huber und Thomas Walch aus Warth sowie die Betreiber des Projekts Hotel Biberkopf. Sie alle wollten die Zukunft der lokalen Infrastruktur selbst in die Hand nehmen und gemeinsam an diesem Ziel arbeiten. Ein Ziel das Einheimische wie auch den Gästen in Warth gefallen wird, wenn sie nach einem langen Skitag im Schnee vor der Haustüre wieder abschwingen können.
 
Das Projekt Dorfbahn im Überblick: 

Bauherr: Dorfbahn Warth GmbH & Co KG
Bahnsystem: Komfortable 8er Gondelbahn
Inbetriebnahme: Dezember 2017
Beförderungsleistung: 850 Personen/Stunde
Fahrgeschwindigkeit: 3 m/s
Fahrzeit: 2:34 min
Anzahl Stützen: 5
Anzahl Fahrbetriebsmittel: 12 Kabinen à 8 Personen
Länge: 422 m
Höhenunterschied: 76 m
Höhe Talstation: 1.499 m
Höhe Bergstation: 1.575 m
Projektleitung: Gebrüder Rüf www.ruefbau.com/
Gesellschafter: Skilifte Warth, Gemeinde Warth, Raiffeisenbank Lech-Warth, Hotel Biberkopf, Thomas Walch, Rainer Huber
Hersteller: Doppelmayr

Neue Beschneiungsanlage sorgt für Schneesicherheit

Warth-Schröcken gilt als das naturschneereichste Skigebiet der Alpen. Der geographischen Lage und der Nordexposition der Hänge verdankt das Skigebiet regelmäßige Neuschneefälle, Schneesicherheit und eine einzigartige Schneequalität bis weit ins Frühjahr hinein. Trotzdem investierten die Skilifte Warth in eine der modernsten Schneeanlagen der Alpen und können nun ab dem ersten Skitag auf den Abfahrten in Warth für sichere Skibedingungen sorgen und Skifahrern gerade in der Vorweihnachtszeit beste Schneeverältnisse bieten. Im Bereich zwischen der neuen Dorfbahn Warth über Wannenkopf, Steffisalp-, Wartherhorn- und Jägeralp-Express bis hin zur Hochalpbahn sind zwölf Pisten auf einer Gesamtlänge von rund 15 Kilometern vollflächig beschneibar – dies sind 3/4 der Pisten der Skilifte Warth. Dafür wurden 104 Schneeerzeuger – 19 Lanzen und 85 Propeller – installiert, die mit modernster Technik gesteuert werden und mit Hilfe von Druck aus den Zutaten Wasser und Luft besonders feinen Schnee produzieren können. Gespeist wird die Anlage aus dem Hochalpsee, dem größten Beschneiungsteich Vorarlbergs. „Für unsere Region und damit auch für die Skilifte hängt sehr viel vom Skitourismus ab. Unsere Gäste schätzen das Skigebiet, die Schneesicherheit und die Schneequalität, die uns durch die begünstigte geografische Lage gegönnt ist. Durch die Investition in die Beschneiung können wir nun auch zu Saisonbeginn gute Schneeverhältnisse sicherstellen, wenn der große Schnee mal auf sich warten lässt. Das schätzen sowohl Einheimische wie Gäste gleichermaßen womit eine wesentliche Basis für wirtschaftliche Sicherheit in der Region geschaffen wurde,“ kommentiert Günter Oberhauser von den Skiliften Warth. Die neue Beschneiungsanlage konnte Anfang November erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Speicherteich: Hochalpsee mit einem Fassungsvermögen von 170.000m³
Schneigeräte:  104 modernste Schneeerzeuger – 19 Schneilanzen und 85 Propeller
Zapfstellen: 130 Zapfstellen an den Pisten für Wasser und Strom
Beschneite Fläche 37 ha
Beschneite Pistenlänge 14,8 km
Beschneite Pisten: vollflächige Beschneiung der Hauptabfahrten an den Anlagen Dorfbahn Warth, Wannenkopfbahn, Steffisalp-Express, Wartherhorn-Express, Jägeralp-Express und Hochalpbahn. 
3/4 der Pisten der Skilifte Warth sind somit beschneit.






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