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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2017-02-15

Schweizer Seilbahnen: Nach harzigem Saisonstart im Januar aufgeholt

Nach dem schneebedingt sehr harzigen Saisonstart verzeichneten die Schweizer Seilbahnen einen guten Januar. Zur Halbzeit per Ende Januar liegt nun die aktuelle Wintersaison mit 3,1 Prozent Gästen und 3,2 Prozent Transportumsatz über der Vorjahresperiode. Dies zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz. Dank der Schneefälle der letzten Tage herrschen nun auf die Sportferienzeit hin hochwinterliche Bedingungen in den Bergen.

Nachdem bis zum Jahreswechsel in den Alpen noch kaum Schnee gefallen war und nur die technisch beschneibaren Pisten geöffnet waren, zeigte sich der Januar deutlich winterlicher: Die Schneefälle bis in tiefe Lagen und eine lange Kälteperiode mit Nebel im Unterland und Sonne in den Bergen hatte den Pistenbetrieb deutlich angekurbelt. Dies zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz (SBS). Nach dem Minus von Ende Dezember lagen per Ende Januar sowohl die Gästezahlen (+ 3,1 Prozent Ersteintritte) als auch der Transportumsatz mit + 3,2 Prozent über den Vorjahreswerten.
 
Wie üblich entwickeln sich die Zahlen auch diese Saison regional sehr unterschiedlich (siehe Kasten). Satte 97,7 Prozent mehr Gäste als vor Jahresfrist registrierte das Tessin. Dies erklärt sich damit, dass die Tessiner Skigebiete letzten Winter erst extrem spät den Pisten¬betrieb aufnehmen konnten, während sie dieses Jahr mehr Glück hatten. Mit 8,8 Prozent mehr Gästen und 5,3 Prozent mehr Transportumsatz hat auch das Bündnerland vergleichs¬weise gut abgeschnitten. Nur zwei Regionen liegen diese Saison gegenüber dem Vorjahr zurück: das Berner Oberland mit - 6,5 Prozent Gästen und die Waadtländer und Freiburger Alpen mit - 0,3 Prozent Gästen.
 
Dass die Zahlen bei Saisonhalbzeit nach dem ernüchternden Start nun gesamtschweizerisch über dem Vorjahr liegen, wertet SBS-Präsident Dominique de Buman als ermutigend. Das Plus sei jedoch zu relativieren, denn die Zahlen vor Jahresfrist waren ausgesprochen tief. Dies verdeutlicht auch der Vergleich mit dem Fünf-Jahres-Durchschnitt: Die aktuelle Winter¬saison ist sowohl bei den Gästezahlen (- 12,0 Prozent) als auch beim Transportumsatz (- 8,9 Prozent) unterdurchschnittlich.
 
Trotzdem sieht der SBS-Präsident für die laufende Saison einen Silberstreifen am Horizont: «Die Schneefälle der letzten Tage just auf die Sportferienzeit hin sind ein grosses Geschenk für die Wintersportfans – und auch die Seilbahnbranche». Praktisch überall in den Schweizer Alpen herrschen nun hochwinterliche Bedingungen. Matchentscheidend sei nun vor allem das Wetter an den kommenden paar Wochenenden, so Dominique de Buman. «Wenn wir etwas Glück haben, liegt nach fünf Minus-Wintern in Folge endlich wieder ein Plus drin.» Verdient hätten es die Skigebietsbetreiber jedenfalls, so der SBS-Präsident und Nationalrat, denn es beeindrucke ihn sehr, mit wie viel Herzblut und Professionalität die Seilbahn¬unternehmungen den Gästen ein hervorragendes Schneesportangebot bereitstellten.


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