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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2017-08-30

Snowspace Salzburg: 50 Millionen Euro werden bis 2019 investiert

• Drei Seilbahnprojekte in Vorbereitung
• Neue, gemeinsame Marke entwickelt
• Ganzjahres-Arbeitsplätze werden ausgebaut

Die Bergbahnen AG Wagrain mit ihrem Tochterunternehmen Bergbahnen Flachau GmbH sowie die eigenständige Alpendorf Bergbahnen AG investieren in den kommenden zwei Jahren eine Rekordsumme von 50 Millionen Euro in das gemeinsame Skigebiet. Damit wird unter anderem die Verbindungsbahn von Wagrain nach Kleinarl in Angriff genommen, die Seilbahn Flying Mozart aus dem Ortszentrum Wagrain auf das Grießenkar neu errichtet und die Verbindungsbahn zwischen Alpendorf und Wagrain am Sonntagskogel optimiert. Das gaben die Manager der drei Gesellschaften heute, Dienstag, 29. August, in einer Medienkonferenz in Salzburg bekannt.  

Wagrain und Flachau haben im März 2017 ihre Fusion eingeleitet und damit eine der größten Seilbahngruppen in Österreich begründet, zu der auch das Skigebiet Eben und die Mehrheit am Skigebiet Filzmoos gehört. In Kooperation mit Alpendorf wird ab der Skisaison 2017/18 das gemeinsame Skigebiet Flachau, Wagrain und Alpendorf betrieben, das zum ersten Mal auch unter der einheitlichen Marke „Snow Space Salzburg“ auftritt. Die drei Gesellschaften im Snow Space Salzburg erzielen aktuell 61,5 Millionen Euro Umsatz, verkaufen etwa zwei Millionen Tickets jährlich und befördern 20 Millionen Personen. Durch das Investitionsprogramm und die Bündelung der Ressourcen wird Snow Space Salzburg nicht nur deutlich größer, die Gäste werden auch auf allen Ebenen einen Qualitätssprung erleben, kündigte der Geschäftsführer der Bergbahnen Flachau, Ernst Brandstätter, an.  

Auf dem Weg zum größten Skigebiet der Ski amadé 

Das mit Abstand größte Projekt im Investitionsprogramm ist der Neubau der Flying Mozart aus dem Ortszentrum Wagrain auf das Grießenkar. Das drei Kilometer lange Herzstück der Wagrainer Anlagen wird um 25 Millionen Euro neu errichtet. Dies führt nicht nur zu einer Steigerung der Kapazitäten von 2.400 auf 3.500 Personen pro Stunde, sondern auch zu einer deutlichen Komfortverbesserung für die Gäste.    

Von der Bergstation der Flying Mozart führt die neue Verbindungsbahn Richtung Kleinarl auf den Frauenalmsattel und bindet das Skigebiet Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl skitechnisch an Snow Space Salzburg an. Zu den aktuell 120 Pistenkilometern in Flachau, Wagrain und Alpendorf kommen damit weitere 40 hinzu. Daraus entsteht aber auch der Anschluss an das Skigebiet Zauchensee mit 50 weiteren Pistenkilometern, das über eine kurze Skibusverbindung in Flachauwinkel erreicht werden kann. Mit mehr als 200 Pistenkilometern steht dann das größte Skigebiet der Ski amadé zur Verfügung. Errichtet wird diese völlig neue Verbindungsbahn mit einer Länge von drei Kilometern um insgesamt 12 Millionen Euro. Die Bergbahnen von Snow Space Salzburg tragen die Hälfte der Kosten.  

Und schließlich wird das aktuelle Nadelöhr zwischen Alpendorf und Wagrain beseitigt. Die Sonntagskogel 2 wird neu gebaut und soll dabei verlängert werden. Kostenpunkt: 7 Millionen Euro. Der Rest des Investitionsprogramms wird unter anderem in die Optimierung der Wasserspeicheranlagen investiert.

Qualitätsverbesserungen im Fokus 

Die Umsetzung dieser Investitionen, die zu Qualitätsverbesserungen führen, aber ohne Neuerschließung auskommen, hängt unter anderem von den behördlichen Verfahren und den privatrechtlichen Verträgen mit den Grundbesitzern ab. Alle Bahnen und damit die Erweiterung des Skigebietes sollen jedoch bis zur Wintersaison 2019/20 zur Verfügung stehen. Ein Teil der Bauarbeiten werden im kommenden Jahr beginnen.  

„Dass wir diese Schlüsselprojekte so rasch in Angriff nehmen, zeigt die Gangart, die wir als TopDestination einlegen: Maximale Verbesserung für unsere Kunden auf allen Ebenen sowie optimaler Anschluss zwischen allen Seilbahnen und Pisten im gesamten Skigebiet. Mit diesem Investitionsschub wird Snow Space Salzburg eine neue Dimension des Wintersports im Pongau eröffnen“, betonte Wolfgang Hettegger, Vorstand der Alpendorf Bergbahnen AG.  

Neue Marke „Snow Space Salzburg“ 

Das Skigebiet in Flachau, Wagrain und Alpendorf startet in der neuen Konstellation erstmals in seiner mehr als 50-jährigen Geschichte mit einer gemeinsamen Marke. Der neue Markenname lautet „Snow Space Salzburg“ und führt auch die drei Orte Flachau, Wagrain und Alpendorf im Logo. Damit werde die Kraft der eingeführten Marke „Snow Space“, welche die Bergbahnen Flachau in mehr als 20 Jahren – nicht zuletzt durch die regelmäßigen Ski-Weltcuprennen – aufgebaut haben, nun für das ganze Skigebiet genutzt. Der Zusatz „Salzburg“ schaffe eine perfekte Verortung, denn Salzburg sei – egal in welcher Form – eine Weltdestination des Tourismus, betonte Ernst Brandstätter, Geschäftsführer der Bergbahnen Flachau GmbH.  

Die Marke „Snow Space Salzburg“ stehe, so Brandstätter, für den Premiumanspruch eines Top-Skigebiets in Österreichs größtem Skiverbund Ski amadé. Schnee sei eine der Kernkompetenzen, die sich in den optimalen Pisten während der gesamten Saison zeige. Herrliche Naturumgebung, vielfältiger Genuss und perfekter Service sind die weiteren Stärken des Gebietes, das unvergessliche Winter- und Sporterlebnisse garantiere. Der neue Slogan „Best of Mountains“ unterstreiche, dass sich der Gast im Snow Space Salzburg alles erwarten darf, was die Berge im Winter und im Sommer hergeben. Durch die abgestimmte, intensive Vermarktung werde Snow Space Salzburg schon in der Saison 2017/18 deutlich stärker präsent sein.  

Bündelung der Kompetenzen, Erhöhung der Schlagkraft  

Die Mitarbeiter in Flachau, Wagrain und Alpendorf kooperieren in den drei Bereichen Technik, Administration und Marketing, erläuterte Christoph Baumann, Vorstand der Bergbahnen AG Wagrain. Dadurch werden das Know-how und die Kompetenzen gebündelt, was dem gemeinsamen Ganzen zugute komme.

Die Gesellschaften seien bemüht, die Qualifizierung der Beschäftigten konsequent auszubauen. Der Betrieb und die Revision von immer komplexeren Systemen sowie der Ausbau des Sommerbetriebes setzen hochqualifiziertes Fachpersonal voraus, das man langfristig absichern wolle, betonte Baumann. Deshalb werde beispielsweise die Lehrlingsausbildung von aktuell zehn Auszubildenden ausgebaut. Baumann rechnet auch damit, dass sich der Personalstand von derzeit insgesamt 270 Beschäftigten in mehr als 20 verschiedenen Berufen vergrößern wird. Um die Arbeitsplätze noch attraktiver zu machen, werde man Ganzjahresarbeitskräfte forcieren.  

Wintersaison 2017/18: Familienkarten und einheitliche Standards 

Bereits in Winter 2017/18 wird der Gast die ersten Neuerungen positiv erleben. Zum einen wurden mit der Bundeswettbewerbsbehörde, die den Zusammenschluss von Wagrain und Flachau geprüft hat, neue, vergünstigte Familienkarten am Wochenende im Snow Space Salzburg vereinbart. Darüber hinaus wird mit dem gebündelten Know-how das gesamte Gebiet nach einheitlichen Standards betrieben. Das gilt zum Beispiel für die Pisten, deren Präparierung ganz entscheidend für die Qualität der Abfahrten ist. Das gesamte Pistenleitsystem wird ebenfalls erneuert. Ebenso werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Liften den Gästen einen optimalen Service anbieten. „Unsere Teams an den Seilbahnen sind der wichtigste Kontaktpunkt unserer Kunden mit dem Unternehmen. Das müssen die Gäste spüren“, betonte Baumann.  

In Snow Space Salzburg beginne kurz nach der Fusion von Wagrain und Flachau eine neue Ära, zeigten sich die drei Manager hoch zufrieden. Nachdem der erfolgreiche Aufbau des Gebietes in der bisherigen Eigentümerstruktur stattgefunden habe, beginne jetzt der weitere Qualitätsausbau mit der gebündelten Kompetenz dreier erfolgreicher Seilbahnunternehmen, sagte Baumann.

Über Snow Space Salzburg: 

Snow Space Salzburg ist das Skigebiet von Flachau, Wagrain und Alpendorf. Es ist aufgrund seiner Premiumqualität eine der Top-Destination in Österreichs größtem Skiverbund Ski amadé. Die drei im Snow Space Salzburg kooperierenden Gesellschaften erzielen mit zusammen 270 Mitarbeitern (Jahresdurchschnitt) einen Umsatz von 61,5 Millionen Euro, verkaufen zwei Millionen Tickets und befördern 21 Millionen Personen. Das Skigebiet erschließt über 45 Seilbahnen 61 Pisten mit 120 Kilometern Gesamtlänge.






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