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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2018-10-08

Positive Stimmung an der Generalversammlung in Lenzerheide

Es herrschte eine positive Stimmung an der 13. ordentlichen Generalversammlung der Lenzerheide Bergbahnen AG. Grund dafür waren nicht nur die positiven Zahlen des Geschäftsjahres 2017/18, sondern auch die präsentierten Zukunftsaussichten. Neben den Informationen zum Geschäftsverlauf wurde an der heutigen Generalversammlung Alois Bearth in den neu elfköpfigen Verwaltungsrat der LBB AG gewählt.

An der Generalversammlung der Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB AG) war sie deutlich zu spüren: Die positive Grundstimmung in Lenzerheide. Nach zwei schwierigen Geschäftsjahren bescherte der schneereiche Winter 2017/18 der LBB AG einen positiven Jahresabschluss mit einem Gewinn von CHF 173'698. Der Verkehrsertrag konnte insgesamt um CHF 2.35 Mio auf CHF 24.76 Mio gesteigert werden. Ein ähnliches Bild zeigen auch die Zahlen der Ersteintritte während der Wintersaison 2017/18 in Arosa Lenzerheide. Diese konnten um 8.1% auf 1‘248‘375 gesteigert werden.

Konsolidierungsphase eingeläutet
Nachdem die EBITDA-Marge im letzten Geschäftsjahr auf ein Rekordtief gefallen ist, konnte sie im Geschäftsjahr 2017/18 wieder auf 33.89% gesteigert werden. Im Rahmen der aktuellen Konsolidierungsphase soll dieser Wert wieder über 35% angehoben werden. «Gleichzeitig wollen wir die aktuelle Verschuldung massiv reduzieren, was infolge der nun abgeschlossenen Investitionsphase über die nächsten vier bis fünf Jahre eine durchaus realistische Zielgrösse darstellt» betont Christoph Suenderhauf, Verwaltungsratspräsident der LBB AG. 

In den vergangenen zehn Jahren hat die LBB AG rund CHF 140 Mio. in die Bahnanlagen, Gastronomiebetriebe und Beschneiungsinfrastruktur investiert. Finanziert wurde dies je zur Hälfte aus Eigenmittel und Bankkrediten. «Die gesamte Investitionsphase wurde von unseren Partnerbanken begleitet, basierend auf dem mit ihnen abgestimmten Investitionsplan. Mit dem Erreichen des Verschuldungshöchsttandes in diesem Geschäftsjahr ist nun eine konsequente Rückführung dieser Bankdarlehen vorgesehen» ergänzt Christoph Suenderhauf.

Erfolgreiches Dynamic Pricing
Zuversichtlich stimmen die Verantwortlichen der LBB AG die Entwicklungen im Bereich Vertrieb und Verkauf der letzten Monate. Auf den Winter 2017/18 haben die Bergbahnen des Schneesportgebiets Arosa Lenzerheide das dynamische Ticketsystem unter dem Slogan «First Minute Deal» eingeführt. Insgesamt wurde alleine über den Online Ticketshop ein Umsatz von CHF 5.3 Mio. erzielt. «In unserer Zielvorgabe planten wir den bisherigen Umsatz im Webshop von rund CHF 250'000 auf mindestens eine Million zu steigern. Dass der ‘First Minute Deal’ aber so einschlagen wird, haben die optimistischen unter uns nicht zu träumen gewagt» gesteht Peter Engler, CEO der LBB AG. 

Auch die seit Mai 2018 vertiefte Zusammenarbeit mit der Arosa Bergbahnen AG in den Bereichen Vertrieb und Verkauf ist gemäss Christoph Suenderhauf auf Kurs und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der LMS AG. Der Fokus liegt primär auf der Erschliessung neuer Märkte, um neue Gäste nach Arosa Lenzerheide zu bringen. «Erste Ansätze dazu sind sehr vielversprechend; unser Hauptproblem liegt aber noch wie vor in den zu wenig vorhandenen warmen Betten, um die zahlreichen interessierten Tour Operator in Lenzerheide unterzubringen» betont der Verwaltungsratspräsident der LBB AG. 

Ausgezeichnete Sommer- und Vorverkaufszahlen
Der Blick auf die aktuellen Umsatzzahlen bekräftigt die erwähnte positive Grundstimmung in Lenzerheide. Der heisse und sonnige Sommer 2018 schlägt sich erneut positiv auf die Ersteintritte nieder. So konnte bis Ende September 2018 ein Plus von 20% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Und auch der Umsatz der Topcard lag bereits nach der Vorverkaufsphase Ende April 2018 bei einem Plus von 25%. Arosa Lenzerheide ist ab der Wintersaison 2018/19 Teil des Topcard-Verbundes mit Davos Klosters und Flims Laax.

Verwaltungsrat neu mit elf Personen
Neben den Informationen zum Geschäftsjahr 2017/18 und den aktuellen Projekten der LBB AG stand eine Ergänzungswahl im Zentrum der heutigen Generalversammlung. Die Aktionärinnen und Aktionäre folgten dabei dem Antrag des Verwaltungsrates, diesen neu mit elf Personen zu besetzen. Als neuen Verwaltungsrat wurde der Maienfelder Consultant Alois Bearth gewählt. «Als erfahrener Fachmann und langjähriger CFO der Somedia AG bringt Alois Bearth wertvolle Finanzkompetenz in unseren Verwaltungrat» ist Christoph Suenderhauf überzeugt. 

Des Weiteren wurde an der Generalversammlung informiert, dass die Gemeinde Churwalden neu Rolf Schumacher anstelle von Margrith Raschein als Verwaltungsrat im Rahmen des Pflichtmandats delegiert. Der Verwaltungsrat der LBB AG setzt sich neu wie folgt zusammen: Christoph Suenderhauf (Präsident), Aron Moser (Vizepräsident), Alois Bearth, Stephan Beez, Christoph Brasser, Sascha Ginesta, Marcus Lenz, Hans Orsatti, Rolf Schumacher, Remo Stoffel, Thomas Vogt.



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