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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2018-12-03

Steiermark: Mit viel Schwung in die neue Skisaison

100 Millionen Umsatz in der Wintersaison 2017/18 legen die Latte hoch, auch heuer wieder touristische Rekorde zu sprengen. Dass es gelingen sollte, dafür sprechen 22 Millionen Euro, mit denen die Steiermark im Sommer winterfit gemacht wurde – ein Überblick.

Wenn Skifahrer und Snowboarder in modernsten Gondeln und Sesselliften in die Höhe schweben, dann steigt die Erwartungshaltung in der ganzen Branche – von Liftbetreibern über die Händler bis zu den Hoteliers –, die Wertschöpfung auch in der Saison 2018/19 weiter nach oben schrauben zu können. Und das trotz Rekordmarken, die Arthur Moser, scheidender Seilbahnen-Fachgruppenobmann, für die vergangene Saison mit 100 Millionen Euro Umsatz und 4,1 Millionen Ersteintritten (plus 9,1 Prozent) vorlegt: „Die Wertschöpfung rund um die Seilbahnbenutzer lag in der Steiermark im Vorjahr bei insgesamt 290,4 Millionen Euro, was ein Rekord-Plus von 16,5 Millionen Euro in einem einzigen Jahr bedeutet.“ Die Seilbahnen selbst sorgen mit ihren 1.230 Arbeitsplätzen für eine Wertschöpfung von 61,8 Millionen Euro und sichern damit indirekt 5.350 weitere Arbeitsplätze in den Regionen. Nicht zuletzt sind die Bahnen auch als Umsatzbringer (535,2 Millionen Euro) und als Steuerfaktor für den Staat (75,8 Millionen Euro Umsatzsteuer) nicht mehr wegzudenken.

Finanzielle Erfolge, die von einer unglaublichen Investitionswelle getragen werden, die seit Jahren durch die weiß-grünen Tourismusregionen rollt. „In Blickrichtung Winter 2018/19 haben die Verantwortlichen im heurigen Sommer quer durch die Steiermark 22 Millionen Euro in die Hand genommen, um bei Qualität, (Schnee-)Sicherheit und Komfort auf der Überholspur zu bleiben“, zeigt sich Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnwirtschaft, begeistert. Die größten Budgets schlucken – neben neuen Bahnen – Beschneiungsanlagen, die schlussendlich den Umsatz erst rieseln lassen, wenn Frau Holle streikt. 

Paradebeispiel war heuer die Hohe Veitsch im Mürztal, auf der nicht weniger als fast 1,1 Millionen Euro in Kanonen und fast 600.000 Euro in neue Bahnen geflossen sind. Fast schon klassisch führen die Plani-Hochwurzen Bahnen das Investitionsranking mit 750.000 Euro für die Beschneiung und 1,1 Millionen für neue Aufstiegshilfen an.

Die Sorge, die Jugend über Schulskikurse nicht mehr kollektiv auf die Pisten zu locken, ist ein einziger Wermutstropfen, der sich in die Erfolgsbilanz mischt. Das Land Steiermark reagiert schon seit geraumer Zeit mit einer Förderoffensive für kleine Skigebiete, die nach wie vor Brutstätten für den Nachwuchs sind und diesen auch finanziell unter ihre Fittiche nehmen. So fahren am Gaberl Kinder bis 15 Jahre mit ihren Eltern kostenlos. Fördergeld für Schulskikurse soll ebenso dafür sorgen, dass der Steiermark der Pistennachwuchs nicht ausgeht.

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