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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2019-02-22

Seilbahnförderstrategie für den Kanton Nidwalden

Die vielen Seilbahnen auf dichtestem Raum sind ein Markenzeichen des Kantons Nidwalden. In ihrer Vielfalt bilden sie ein bedeutendes touristisches Angebot und Kulturgut. Mit der Verabschiedung einer Seilbahnförderstrategie definiert der Regierungsrat die Leitplanken der künftigen Unterstützung von Seilbahnen mit den bestehenden Instrumenten und gibt gleichzeitig den Auftrag, weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu evaluieren.  

Wie in vielen anderen Kantonen werden auch in Nidwalden Seilbahnen mit öffentlichen Mitteln unterstützt. Dies mit zinslosen Darlehen aus der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP), mit Beiträgen im Rahmen der Landwirtschaftlichen Strukturverbesserungsverordnung (SVV) sowie mit Beiträgen aus dem Bahninfrastrukturfonds (BIF) und gemäss dem kantonalen Verkehrsgesetz (ÖVG).  

So wurden seit 2009 rund 5,3 Millionen Franken zinslose Darlehen aus dem regulären NRP-Programm und zusätzliche 6 Millionen Franken aus dem NRP-Stabilisierungsprogramm an Seilbahnen gewährt. Im selben Zeitraum wurden Seilbahnen landwirtschaftliche Strukturverbesserungsbeiträge von insgesamt 920'000 Franken ausbezahlt. Sowohl die NRP- wie auch die SVV-Mittel stammen jeweils zu 50 % vom Kanton und zu 50 % vom Bund. Weiter erhält in Nidwalden die LSB Dallenwil – Wirzweli jährliche Abgeltungen von rund 600'000 Franken aufgrund des Personenbeförderungsgesetzes (finanziert zu 55% vom Bund und zu 45% vom Kanton). Die LSB Dallenwil – Niederrickenbach (175'000 Franken) und die LSB Dallenwil-Wiesenberg (100'000 Franken) erhalten zudem jährliche Beiträge aufgrund des kantonalen Verkehrsgesetzes (ÖVG).  

Trotz ihrer grossen Bedeutung und der finanziellen Unterstützung durch Kanton und Bund haben zahlreiche Seilbahnen Schwierigkeiten, grössere Unterhalts- und Wartungsarbeiten sowie Ersatz- und Neuinvestitionen zu finanzieren. Weil der Bund zudem die künftige Unterstützung von Seilbahnen mit NRP-Mitteln von einer aktuellen kantonalen Seilbahnförderstrategie abhängig gemacht hat, wurde eine solche erstellt.  

Die vom Regierungsrat verabschiedete Strategie beinhaltet die Vision, dass die Nidwaldner Seilbahnen mit ihrer Vielfalt auch künftig ein wesentlicher Bestandteil des touristischen Angebots von Nidwalden bleiben. In einer ersten Phase wurde deshalb sichergestellt, dass die bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten auch künftig angewendet werden können.  

Die verabschiedete Seilbahnförderstrategie legt zudem fest, dass nun in einer zweiten Phase zusätzliche Instrumente evaluiert werden, mit denen der Kanton die Rahmenbedingungen für Seilbahnen in Nidwalden verbessern könnte. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Kleinseilbahnen. Die Ergebnisse der eingesetzten Arbeitsgruppe sollen bis im Herbst 2019 vorliegen.

40 Bergbahnen
Die Berge in Nidwalden bieten ein imposantes 360-Grad-Alpenpanorama und das weltweit dichteste Netz von Bergbahnen erschliesst die Gipfel rund um den Vierwaldstättersee.


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