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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2019-03-12

Bergbahnen Graubünden: Saisonverlauf Februar 2019

Sonnenschein und hervorragende Wintersportbedingungen sorgen für einen überdurchschnittlichen Februar der Bündner Bergbahnen
 
Die Entwicklung der Gästezahlen (+9.6% zum Vorjahr) und der Transportumsätze (+7.6% zum Vorjahr) des Februars 2019 verlief überdurchschnittlich gut. Zurückzuführen ist dies primär auf die Anzahl Sonnenstunden und die hervorragenden Wintersportverhältnisse im vergangenen Monat. Doch auch die Entwicklung der gesamten Wintersaison 2018/19 stimmt positiv: +6.6% Gäste und +10.8% Transportumsatz.
 
Euphorie der Branche wäre jedoch fehl am Platz. Zum einen lernte uns dies die Vergangenheit und zum anderen liegen die kumulierten Gästezahlen im Vergleich zum Winter 2007/08 nach wie vor 17.2% zurück. Hinzu kommt die späte Ostern 2019, die diejenige Unternehmen, welche noch geöffnet haben, fordern wird.
 
Bemerkungen:
- Der Monitor der Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden (BBGR) umfasst 23 Bergbahnunternehmen oder 90% des Bündner Transportumsatzes. 
- Die Bündner Bergbahnunternehmen verzeichneten im Februar 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine Gästezunahme von 9.6% . Im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt liegen die Gästezahlen des Februars mit 10.9% und im Vergleich zum 10-Jahres- Durchschnitt mit 6.9% im Plus.
- In der Wintersaison 2018/19 (Saisonbeginn - Ende Februar) besuchten im Vergleich zum Vorjahr 6.6% mehr Gäste die Bündner Schneesportgebiete. Im 5-Jahres-Vergleich liegen die Gästebesuche 8.9% und im 10-Jahres-Vergleich 1.7% im Plus
- Der Transportumsatz des Februars 2019 nahm gegenüber dem Vorjahr um 7.6% zu. Im Fünfjahres- respektive 8-Jahres- vergleich betragen die Zunahmen 10.8% respektive 9.6%. - Bis zum 28. Januar 2019 verzeichneten die Bündner Bergbahnunternehmen im Vergleich zum Vorjahr beim kumulierten Transportumsatz eine Zunahme von 10.8%. Im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt respektive 8-Jahres-Durchschnitt betragen die Zunahmen 13.1% respektive 9.2%.
 
Fazit:
 
- Die Entwicklung der Gästezahlen und der Transportumsätze des Februars 2019 verlief überdurchschnittlich gut. Zurückzu- führen ist dies primär auf die Anzahl Sonnenstunden und die hervorragenden Wintersportverhältnisse. Im Weiteren war nebst der positiven Konsumentenstimmung und dem Bedürfnis nach Wintersport auch die Rückkehr der Deutschen Gäste zu spüren. Zum einen haben unsere Mitbewerber im EU-Raum im "Kielwasser" der Frankenstärke ihre Preise nach oben angepasst und damit den Abstand zur Schweiz verkleinert und zum anderen haben sich die Gäste aus dem EU-Raum an das Schweizer Preisniveau gewöhnt. Diese hatte teilweise auch Auswirkungen auf das Verhalten der Schweizer Gäste.
- Die Vergleiche der Gästezahlen und der Transportumsätze fallen je nach Unternehmen und regional betrachtet unterschiedlich aus. Zu beachten sind hier insbesondere die folgenden Punkte: 
- Bei den markanten Veränderungen der Region Surselva ist zu berücksichtigen, dass durch die Verbindung der Skigebiete Andermatt-Sedrun auch das Angebot ausgebaut wurde und damit ein höherer Preis erzielt werden konnte. 
- In der Region Oberengadin sind die Rückgänge beim Transportumsatz im Februar in erster Linie auf das Dynamic Pricing (wer früh bucht, profitiert) zurückzuführen. Die Umsätze in den Vormonaten wurden aus Praktikabilitätsgründen nicht abgegrenzt. Der kumulierte Transportumsatz ist hier aussagekräftiger.
- - In den langjährigen Vergleichen (5-Jahre, 8-Jahre, 10-Jahre) zeigen die Entwicklungen derjenigen Gebiete, welche nicht über durchgängige/grossflächige Beschneiungsangebote verfügen, nach zwei schneereichen Jahren grössere positive Effekte.
- Die langjährigen Erfahrungen zeigen, dass das Bergbahngeschäft volatil und sehr witterungsabhängig ist. Darum gilt wie immer: abgerechnet wird am Ende der Saison. Der bisherige Saisonverlauf stimmt die Branche sehr positiv. Euphorie wäre jedoch fehl am Platz. Zum einen lernte uns dies die Vergangenheit schon mehrmals, und zum anderen liegen die kummulierten Gästezahlen im Vergleich zum Winter 2007/08 mit 17.2% zurück. Hinzu kommt, dass im Jahr 2019 Ostern sehr spät ist und die Zeit von Mitte März bis zu Ostern für diejenige Unternehmen, welche an Ostern noch geöffnet haben herausfordernd sein wird.




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