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seilbahn.net | Themenbereiche | Tourismus | 2017-04-14

6. Ostschweizer BergForum 2017

vom Mittwoch, 5. April 2017 war ein Erfolg.

Zusammen mit Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus haben sich rund 100 Vertreter des Ostschweizer Tourismus über die Entwicklung des Tourismus in der Ostschweiz ausgetausch.

Thema: Neue Märkte und die Städte im Trend – was bleibt dem alpinen Tourismus?

Mehr Stadt – weniger Berg

Jürg Schmid zeigte in seinem Referat auf, dass seit 2010 die Nachfrage in den Städten um +13% gestiegen ist, während die Berge im gleichen Zeitraum einen Rückgang von -13% zu verkraften hatten. „Die Städte bieten Unterhaltung, Shopping und Genuss auf kleinstem Raum und profitieren von grossen Investitionen in neue Hotels, Museen und Einkaufsparadiese“ erklärt er Vorteile, die für die Städte sprechen. Gleichzeitig ist der Freizeittourismus äusserst preissensitiv und da schlägt der starke Schweizerfranken zu. „Der gesamte Schweizer Tourismus muss teurer produzieren. Darum können wir unser Produkt nur als Premium verkaufen“, ergänzt Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus und fügt bei, „in diesem Punkt verstärkt der starke Franken die Ausgangslage dramatisch.“

Grosse Chancen im Touring

Von den drei grossen Reisetrends wie Sun&Beach, City Trips und Touring kann der alpine Tourismus beim Touring profitieren. Rundreisen per Auto, Bahn, Schiff und Velo oder auch zu Fuss erfreuen sich weltweit grosser Beliebtheit. Als gutes Beispiel wird die Grand Tour of Switzerland erwähnt. „Die geografische Nähe und hohe Dichte an aussergewöhnlichen Spektakelereignissen in der Schweiz bieten grosse Chancen für den Ostschweizer Tourismus“, motiviert Jürg Schmid die anwesenden Touristiker.

Authentizität und Erlebnisse

Im Abschluss seiner Ausführungen zeigte der Direktor von Schweiz Tourismus aber auch die starken Pluspunkte des Ostschweizer Tourismus auf. Die wachsende Sehnsucht nach authentischen Erlebnissen und echten Werten sind perfekte Voraussetzungen für das noch gelebte Brauchtum und die Traditionen in unserem Landesteil. Die Gäste sehnen sich verstärkt nach Erlebnissen und wertbasierten Reisen. Diese Chancen sind zu nutzen, kommen aber nicht von alleine.

Der Berg ruft noch

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierten Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus zusammen mit Urs Gantenbein, Geschäftsführer Bergbahnen Wildhaus AG sowie Daniel Grünenfelder, CEO der Tamina Therme AG Bad Ragaz wie die Chancen zu nutzen sind. Mehr Markt- und weniger Strukturdiskussionen war ein hoffnungsvoller Wunsch, der von allen Podiumsteilnehmer getragen wurde. Nur mit bester Qualität und dem richtigen Erlebnis können Gäste begeistert und die benötigten Umsätze generiert werden, ergänzte Daniel Grünenfelder. Und Urs Gantenbein hinterfragte die Messgrösse der Logiernächte als Gradmesser des Erfolgs des Schweizer Tourismus. Dass es nur im Miteinander geht und die Branche kämpfen müsse, um sich im globalisierten Wettbewerb behaupten zu können, war ein Fazit aus der Diskussion. Wenn die Hausaufgaben weiter konsequent gemacht werden, ist Jürg Schmid zuversichtlich, dass „der Berg wieder ruft!“.

Appenzell Innerrhoden – ein touristisches Schmucktröggli

Traditionellerweise wurde das BergForum von einem Regierungsvertreter der Ostschweizer Kantone eröffnet. Landammann Dr. Daniel Fässler, Vorsteher Volkswirtschaftsdepartement AI und auch zuständig für den Tourismus in Appenzell Innerrhoden hat in seiner Begrüssungsrede auf die gute Zusammenarbeit der Appenzeller Bergbahnen hingewiesen und den Innerrhoder Tourismus mit einem Schmucktröggli verglichen – schön von aussen und das wertvollste steckt im Kern – die Leute und deren Gastfreundschaft.

Bilder: Karen Landolt, OSVS






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