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seilbahn.net | Themenbereiche | Urban | 2019-04-04

Seilbahn als sinnvolle Option für die Verkehrswende in Köln

Die Ratsgruppe GUT und ein großer Kreis Interessierter diskutierte am 12.03.2019 in der Kult-Bar "King Georg" die Idee des "Rheinpendels" – einer Seilbahn kreuz und quer über den Rhein, um bestehende Bahn- und Busverbindungen besser miteinander zu verknüpfen. Fachkompetente Teilnehmer*innen diskutierten Probleme und Sachfragen. Einig waren sich alle: Seilbahnen können die Verkehrswende in Köln sinnvoll unterstützen.

In Köln muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast immer weit stadteinwärts gefahren werden, um in ein Nachbarviertel zu gelangen. Der Rhein verstärkt dieses Problem noch. Das belastet besonders den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadtmitte.

Die Lösung wären tangentiale Entlastungslinien. Zu diesem Ergebnis kamen im Jahr 2016 auch Verkehrsplaner und Bürger im Kölner Süden nach zwei Workshops unter Moderation des deutschen Verkehrswissenschaftlers, Geographs und emeritierten Professors der Universität Trier Heiner Monheim:
Neben der verbesserten Netzintegration vorhandener Gleise (Regional- und S-Bahn mit Bus- und Bahnlinien der Kölner Verkehrsbetriebe) böten sich auch Seilbahn-Verbindungen über den Rhein an, die deutlich günstiger als neue Schienenverbindungen seien. Außerhalb von Wohngebieten und geschützten Kulturbauten gäbe es kaum planerische Risiken.

Frühere Seilbahn-Vorschläge sind die Verbindungen zwischen dem Messeglände / Bahnhof Deutz und dem Hauptbahnhof sowie zwischen dem linksrheinischen Ubierring / Rheinauhafen (Linie 15) und dem rechtsrheinischen Neubaugebiet Ellmühle (Linie 7).

Im Bürgerhaushalt Köln 2017 wurde die Idee einer Hochleistungs-Seilbahn im Kölner Süden vorgeschlagen und unterstützt. Eine 4 km lange Seilbahn würde die Nord-Süd-Verbindungen der rechtsrheinischen Stadt- und S-Bahnen mit der linksrheinischen Rheinufer-Stadtbahn nahe der Rodenkirchener Brücke verbinden. Die Buslinien 130 und 134 erschließen von dort bereits über den Gürtel im 10-Minuten-Takt die Linien 5 (ab ca. 2024 Bonner Straße, bis dahin Buslinie 132), 12 (Höninger Weg) sowie 13 und 18 (Sülzgürtel Klettenberg). Eine S- und Regionalbahn-Haltestelle Zollstock/Gürtel würde diese Verbindung noch erheblich aufwerten.

Die Bezirksvertretung Rodenkirchen lehnte Ende 2018 allerdings einen entsprechenden Prüfungsantrag gegen die Stimme der Freien Wähler Köln ab. Vor den Kommunalwahlen 2020 sollten sich die Parteien in Köln daher deutlich zu Seilbahn-Projekten positionieren!

Quelle: Anwohner-Initiative Colonia ELF

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