09. 02. 2010 | 00:57    

   seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2009-11-10

Erfolgreiches Geschäftsjahr für die Lenzerheide Bergbahnen AG

Die gute Ertragslage des letzten Jahres konnte übertroffen werden, der EBITDA (Geschäftsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) beläuft sich auf CHF 13 Mio. Franken.

Der Verkehrsertrag nahm um über CHF 1 Mio. zu und betrug im Geschäftsjahr 2008/09 CHF 26.6 Mio. Die acht Gastronomiebetriebe konnten erstmals die magische Umsatzgrenze von CHF 10 Mio. überschreiten. Zusammen mit anderen Erträgen beläuft sich der Betriebsertrag der Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB) auf CHF 37.6 Mio., CHF 1.4 Mio. oder 3.8% mehr als im Vorjahr.

Erhöhter Rückstellungsbedarf
Bei direkten Kosten von CHF 24.6 Mio. (plus CHF 1 Mio.) resultiert ein erfreulicher EBITDA von CHF 13 Mio. (Vorjahr CHF 12.6 Mio.). Abschreibungen wurden in einem Umfang von rund CHF 10.0 Mio. vorgenommen. Bei einem Finanz- und Steueraufwand von CHF 1.6 Mio. resultiert ein Jahresgewinn von CHF 1.3 Mio. (Vorjahr CHF 1.9 Mio.). Massgeblich beeinflusst wurde der Jahresabschluss 2008/09 von den ausserordentlichen Rückstellungen, die die LBB bilden mussten. So wurden CHF 300‘000 für die Sanierung der Pensionskasse ASCOOP berücksichtigt. Ausserdem wurden für die Klage, die Prof. Wenger gegen die LBB angestrengt hatte, CHF 400‘000 zurückgestellt, da solche Prozesskosten unabhängig vom Ausgang des Verfahrens von der Gesellschaft zu tragen sind. Das Verfahren selbst ist derzeit noch hängig. Aufgrund des heutigen Wissensstandes geht die Lenzerheide Bergbahnen AG jedoch davon aus, dass die Auswirkungen des Prozesses keinen weitergehenden Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage haben werden.

10% Dividende
Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung am 14. November 2009 beantragen, den Gewinn für die Dividendenausschüttung von 10% auf den Nominalwert von CHF 4.00 pro Aktie und den Vortrag auf neue Rechnung zu verwenden.

Ein guter Jahresabschluss
„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, bekräftigt Rainer Flaig, CEO der LBB. „Bei sich abzeichnender Wirtschaftskrise im letzten Herbst mussten wir mit Rückgängen rechnen, doch unsere Gäste sind uns treu geblieben“. Dies sei nicht zuletzt auf das attraktive Angebot zurückzuführen, Flaig fügt ein Beispiel an: „Mit dem Halbtax-Angebot, bei dem der Gast gegen Vorweisen des Halbtaxabos/GA in der selbstbedienten Gastronomie zum halben Preis essen kann, haben wir Gäste nicht nur halten, sondern neue Gästesegmente hinzugewinnen können“.

Erfreulicher Sommer 2009
Die soeben zu Ende gegangene Sommersaison setzt den Erfolgstrend sowohl beim Verkehrsertrag als auch bei der Gastronomie fort. Zum eigentlichen Renner hat sich das LenziBike entwickelt. Mit einem Monstertrottinett geht es über 3.8 km ausgeschilderte Wege von der Mittelstation Scharmoin zur Talstation nach Canols. Die Tageskarte für den Sommer ist besonders bei Bikern beliebt, der Umsatz konnte nahezu verdoppelt werden. Dieser Trend zeigt eindeutig auf, dass der kontinuierliche Aufbau der Lenzerheide als Bikeregion Früchte zeigt.

Rothorn im Sommer 2010 geschlossen – Graubünden Marathon und Graubünden Walking für einmal mit Ziel Scalottas
Der Sommer 2010 wird aufgrund von Bautätigkeiten aber weniger ertragreich sein. Die Gondelbahn Rothorn 1 von Canols nach Scharmoin wird im kommenden Jahr ersetzt und das Bergrestaurant Scharmoin renoviert. Diese umfassenden Bauarbeiten zwischen Mai und November 2010, bei denen auch die Talstation der Luftseilbahn Rothorn 2 einbezogen wird, haben zur Folge, dass im kommenden Sommer die Anlagen und Gastronomiebetriebe auf der Ostseite geschlossen bleiben. Die Westseite mit den Sesselbahnen Tgantieni, Scalottas und Alp Stätz (Churwalden) werden wie gewohnt geöffnet sein. Für die bekannten Grossanlässe auf dem Rothorn werden derzeit Alternativen erarbeitet. So findet der schon zur Tradition gewordene Graubünden Marathon und Graubünden Walking auch im 2010 wieder in Lenzerheide statt: am 26./27. Juni – mit dem Ziel auf dem Scalottas. Mit den Organisatoren weiterer Events finden derzeit die entsprechenden Gespräche statt.

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