Verbier:
Erste MCS-Gondelbahn von
Garaventa.
Es handelt sich dabei um eine Ersatzanlage mit 4-er-Kabinen auf den beiden bestehenden Sektionen Le Châble-Verbier und Verbier-Les Ruinettes.
Die ersten beiden MCS-Gondelbahnen der Schweiz werden über eine abgewinkelte Mittelstation verbundenen. Die 4-er-Anlagen sind als unabhängige Sektionen mit eigenen Antriebs-, Steuerungs- und Umlenkeinheiten konzipiert. Im Normalfall wird durchgehend gefahren. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die beiden Sektionen einzeln zu betreiben. Die stündliche Förderleistung wird anfänglich 1100 Personen betragen, sie kann durch weitere Fahrzeuge auf 1600 Personen pro Stunde gesteigert werden.
Bestehende Gebäulichkeiten werden weiterverwendet
Trotz weitgehender Standardisierung ist das modular aufgebaute MCS-System äusserst flexibel einsetzbar. Mit einigen Anpassungen konnte es ohne Probleme in die zum Teil engen, bestehenden Stationsgebäude integriert werden. So beträgt zum Beispiel in der Mittelstation die Seilspur (gebäudebedingt) lediglich 3,30 m anstelle der üblichen 4,50 m (die Verbreiterung auf die normale Spur geschieht ab der Mittelstation bergwärts über zwei Stützen). Oder etwa in der Bergstation Les Ruinettes: Weil zu wenig Platz vorhanden ist, wird der Unterflur-Antrieb, wie er in der Mittelstation für die I. Sektion eingebaut ist, dort zum „Überflur-Antrieb“.
&
nbsp;

Verbier: Bergstation der 1. Sektion mit dem oberen Teil des Unterflurantriebes, linkes Bild. Unterer Teil des Unterflurantriebes, rechtes Bild.
Höchster Fahrkomfort gewährleistet das patentierte Parallelogramm-Gehänge. Der untere Gehängeteil ist an vier Punkten mit der Kabine über Schwingungsabsorber verbunden und beherbergt das patentierte Parallelogramm. Diese aktive Aufhängung wirkt stoss- und pendelabsorbierend. Auf der Strecke werden so Kabinenschwankungen bereits im Ansatzstadium gedämpft, die Ein- und Ausfahrt in den Stationen verläuft ruhig, aufwändige und hinderliche Bodenführungen in den Stationen entfallen.
Bild
Mittelstation in Verbier. Es hätte kein Finger
mehr Platz zwischen der neuen
Gondelbahn und der
Gebäudedecke.
Nebst den 4-Personen-Fahrzeugen, die vollautomatisch in der Tal- und Mittelstation garagiert werden können, kommen auch spezielle Lastbarellen zum Einsatz. Mit ihnen werden Abfallcontainer, Velos und Normpaletten transportiert.