seilbahn.net | Themenbereiche | Seilbahnen | 2025-07-14

Olympische Spiele 2026: Die Seilbahnanlage Apollonio-Socrepes wird gebaut

„Die neue Seilbahnanlage Apollonio-Socrepes wird gebaut. Die Verhandlungen sind abgeschlossen, die Arbeiten wurden vergeben.“

Der Regierungsbeauftragte, Architekt Fabio Massimo Saldini, verkündete den Abschluss des Verhandlungsverfahrens mit der Vergabe der Arbeiten an eine temporäre Unternehmensvereinigung, bestehend aus Graffer, Dolomiti Strade und Ecoedile.

Die Anlage wird den Bau von zehn Stützen sowie drei Stationen – Tal-, Zwischen- und Bergstation – umfassen. Sie wird mit 50 Kabinen ausgestattet, die jeweils zehn Personen befördern können, mit einer Förderkapazität von 2.400 Personen pro Stunde.

„Nach dem Sliding Centre schien auch dieses Projekt zwischen Einsprüchen, Informationslecks und gescheiterten Ausschreibungen nahezu unmöglich. Dank einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit und Teamleistung, bei der wir buchstäblich Tag und Nacht im Einsatz waren, werden wir die Seilbahn Apollonio-Socrepes rechtzeitig zu den Olympischen Spielen 2026 errichten. Die Arbeiten übernimmt, gemeinsam mit Ecoedile und Dolomiti Strade, das Unternehmen Graffer, das bereits 1956 in Cortina Anlagen für die Olympischen Spiele errichtete, später auch bei den Spielen 2006 in Turin. Damit krönt Graffer nach 70 Jahren seine Tätigkeit mit diesem herausfordernden und komplexen Projekt, das ein außergewöhnliches Vermächtnis für das gesamte Ampezzaner Gebiet darstellen wird. Ich danke all meinen Mitarbeitenden und allen, die uns bei diesem Vorhaben unterstützt haben.“

Aus technischer Sicht ist die Installation eines fortschrittlichen geotechnischen und strukturellen Überwachungssystems geplant, das mit dem Verwaltungssystem der Anlage verbunden ist und die Echtzeitüberwachung von eventuellen Hangbewegungen und baulichen Veränderungen ermöglicht.

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Projekts wurde eine farbliche und formale Gestaltung der Träger durchgeführt, um eine bestmögliche landschaftliche Integration zu gewährleisten. Zum Einsatz kommen polimetallische und abgestufte Lackierungen, die sanfte optische Übergänge zwischen der Struktur und der Umgebung ermöglichen. Das Projekt ist zudem mit den zukünftigen Entwicklungsplänen für das Gebiet vereinbar, insbesondere mit dem Bau eines unterirdischen Parkplatzes und den geplanten Straßenumgehungen von Cortina.

„Bezüglich der geologischen und geotechnischen Bedenken hat SIMICO einen gezielten Untersuchungsplan entwickelt, damit die Anlage sicher gebaut werden kann – zum Schutz der Bevölkerung, wie auch bei allen anderen Bauwerken des Olympiaplans“, so Saldini abschließend.

Die Arbeiten beginnen noch in dieser Woche und sollen bis zu den Olympischen Winterspielen im Februar 2026 abgeschlossen sein.


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