seilbahn.net | Themenbereiche | Pisten | 2025-09-01

ARENA: Finanzielle Vorteile der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – dieses Wort geistert seit vielen Jahren durch alle Lebensbereiche und ist doch meist nicht viel mehr als ein Marketingaufhänger. Betrachtet man den Begriff allerdings im Kontext von Skigebieten, wird man draufkommen, dass Nachhaltigkeit ganz konkrete wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen kann. Denn Nachhaltigkeit beschränken sich nicht ausschließlich auf den Umweltschutz, sondern auf eine möglichst lange Wirkung von Maßnahmen bei maßvollem Ressourcenverbrauch. Einerseits können so wichtige Verbrauchsstoffe wie Strom oder Wasser gespart werden, andererseits lässt sich dadurch die Rentabilität langfristig signifikant steigern. Und ganz nebenbei kommen nachhaltige Strategien auch der umliegenden Natur zugute, die ja letztlich das größte Kapital eines jeden Wintersportortes ist.

Reduzierter Einsatz von Wasser und Strom

Im ursprünglichen Sinn bedeutet Nachhaltigkeit, nicht mehr Ressourcen zu verbrauchen, als sich selbstständig regenerieren können. Im Skigebiet kommt das vor allem in der technischen Beschneiung zum Tragen. So macht der Klimawandel den vermehrten Einsatz von Schneeerzeugern nötig, was gleichzeitig einen erhöhten Verbrauch von Wasser und Strom bedeutet. Doch vor allem Wasser ist nicht immer in ausreichender Menge und Qualität vorhanden, was ein sorgsames Haushalten notwendig macht. Um den Einsatz natürlicher Ressourcen auf das absolute Minimum zu reduzieren, sollten Schneeerzeuger gezielt und maximal effizient eingesetzt werden. Durch eine digitale Analyse der bisherigen Beschneiungsdaten können die optimale Ausrichtung aber auch ideale Schneifenster ermittelt werden. Das führt langfristig zu einer massiven Einsparung von Wasser und Strom, wodurch der Verbrauch auf einzelnen Pistenabschnitten um bis zu 30% gesenkt werden kann.

Investitionen in teure Infrastruktur vermeiden

Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen Sinne bedeutet ebenso, sich gut zu überlegen, welche Neuanschaffungen wirklich notwendig sind. Oft scheint es die einfachste Lösung zu sein, auf Schneeerzeuger oder Pistengeräte der neuesten Generation zu setzen, um dadurch die Effizienz zu steigern. Diese Überlegung hat allerdings einen Haken, denn Neuanschaffungen sind teuer, müssen sich erst einmal amortisieren und führen nicht automatisch zu mehr Schneesicherheit. Oftmals ist es ratsam, mit der bestehenden Infrastruktur weiterzuarbeiten, und stattdessen innere Abläufe und Arbeitsweisen zu optimieren. Das gelingt beispielsweise durch eine Analyse aller im Skigebiet gesammelten Daten und die Berechnung aussagekräftiger Kennzahlen. Das erlaubt es, zielgerichtete Strategien und konkrete Handlungsanweisungen für unterschiedliche Wetterlagen zu definieren und optimal umzusetzen. Allein dadurch wird ein enormes, ansonsten ungenutztes, Einsparungspotenzial gehoben – und das bei überschaubaren Kosten. 

Saisonverlängerung durch gezielte Beschneiung

Die selben Systemen, die für einen reduzierten Ressourceneinsatz und optimierte Abläufe genutzt werden, haben aber noch einen weiteren Vorteil, der wortwörtlich Gold wert ist. Denn unter Einbezug aktueller Wetterdaten der GeoSphere Austria lassen sich damit bereits am Anfang der Saison ideale Schneifenster bestimmen, die für eine frühzeitige Eröffnung des Skigebietes benötigt werden. Gleichzeitig lässt sich damit über die gesamte Saison die ideale SOLL-Schneedecke bestimmen und aufrecht erhalten. Das ist vor allem in Frühjahr hilfreich, denn die Pisten können auch unter ungünstigen Bedingungen geöffnet bleiben. Insgesamt lässt sich die Saison dadurch signifikant verlängern. Vor allem aber ist das Kerngeschäft in den Weihnachtsferien und rund um Ostern gesichert.

Weniger Kraftstoffverbrauch

Ein weiterer großer Kostenfaktor im Skigebiet ist der Kraftstoffverbrauch von Pistengeräten. Durch ein modernes und digitales Flottenmanagement wird es möglich, Routen bereits im Vorhinein optimal zu planen. Durch eine smarte Routenführung in Kombination mit der Schneehöhenmessung lässt sich etwa die Anzahl der Überfahrten pro Pistenabschnitt minimieren und unnötiger Kraftstoffverbrauch vermeiden. Neben dem finanziellen Aspekt führt ein optimiertes Flottenmanagement gleichzeitig zu einem geringeren Verschleiß der Pistengeräte, wodurch der Wartungsaufwand minimiert wird. Ebenso kommt es zu weniger CO2-Emmisionen, wodurch jedes Skigebiet aktiv seinen Beitrag gegen den Klimawandel leisten kann – was nicht zuletzt dem Image eines Wintersportortes zuträglich ist.

Kundenbindung & neue Zielgruppen

Denn der psychologische Effekt eines nachhaltig agierenden Skigebietes ist nicht zu vernachlässigen. Zum einen werden durch die garantierte Schneesicherheit und Pistenqualität bestehende Kunden enger an das Skigebiet gebunden. Zum anderen trägt Nachhaltigkeit im Skigebiet auch zur Erschließung neuer Zielgruppen bei. Vor allem bei der Gernation Z steht Umweltschutz höher im Kurs als bei vorherigen Generationen. Durch nachhaltige Maßnahmen im Skigebiet und eine ehrliche Außenkommunikation kann nicht nur das Image des Wintersportes ganz allgemein verbessert, sondern auch die Kundenbindung für die kommenden Jahre nachhaltig gefestigt werden.

Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor

Nachhaltigkeit bedeutet heutzutage nicht mehr nur ein freiwilliges Bekunden des guten Willens. Vielmehr bringt nachhaltiges Wirtschaften ganz konkrete finanzielle Vorteile für Skigebiete mit sich. Ob die gezielte Verschlankung des Ressourceneinsatzes, ein reduzierter Kraftstoffverbrauch oder aber die Vermeidung teurer Investitionen geben Skigebieten einen erweiterten finanziellen Spielraum, um sich auch künftig in der Branche behaupten zu können. 

ARENA Pistenmanagement

Mit Innovation und Weitblick unterstützt ARENA Pistenmanagement Skigebiete dabei, künftige Herausforderungen zu meistern und langfristig attraktiv und wirtschaftlich zu bleiben.
Alle Infos zum Leistungsangebot von ARENA findest du hier:
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