Oberösterreich: Ein Viertel mehr Wintergäste in zehn JahrenWirtschaftsfaktor Wintersport wächst langfristig Oberösterreichs Tourismus kann sich in der Sommersaison 2025 erneut über mehr Gäste und mehr Nächtigungen freuen. Die vorläufige Tourismusstatistik von Mai bis September 2025 weist für Oberösterreich rund 1,9 Millionen Ankünfte aus, ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 5,0 Millionen Nächtigungen bedeuten einen Zu-wachs von 1,1 Prozent. „Einmal mehr erweist sich der Tourismus als stabiler Anker der Wirtschaftsentwicklung. Das ausgezeichnete Ergebnis aus dem Vorjahr, das beste seit Beginn der Tourismusstatistik, konnte ein weiteres Mal ausgebaut werden. Wir sehen, dass die Nachfrage nach Urlaub in Oberösterreich, die Sehnsucht nach Reisen und Erholung groß ist. Diese Entwicklung stimmt optimistisch für die jetzt beginnende Wintersaison“, bilanziert Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und verweist auf die wachsende Bedeutung der Wintersaison für Oberösterreichs Tourismuswirtschaft: „In den zehn Jahren seit 2015 hat die Zahl der Wintergäste in unserem Bundesland um 26,9 Prozent zugelegt, die Nächtigungen um 22,8 Prozent. Der Wintertourismus und vor allem der Wintersport sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren für den Standort Oberösterreich.“ Der vergangene Winter 2024/25 brachte mit 1,23 Millionen Ankünften einen Zuwachs von 1,2 Prozent gegenüber der vorangegangenen Wintersaison. 3,18 Millionen Nächtigungen bedeuten einen leichten Rückgang von -0,6 Prozent. Stark entwickelten sich vor allen die internationalen Märkte Tschechien (+15,5 Prozent Ankünfte, +9,4 Prozent Nächtigungen) und Nieder-lande (+19,5 Prozent Ankünfte, +4,5 Prozent Nächtigungen) sowie der Markt Großbritannien (+18,3 Prozent Nächtigungen und +8,5 Prozent Nächtigungen) der von der Flugverbindung Linz – London der Ryanair und damit verbundenen gemeinsamen Marketingmaßnahmen von Oberösterreich Tourismus und Tourismusverbänden profitiert. „Die Aussichten für die beginnende Wintersaison 20225/26 lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Die aktuelle Winterpotenzialstudie der Österreich Werbung geht von einer hohen Reisebereitschaft aus. Rund 16,5 Millionen Menschen in insgesamt zehn untersuchten Märk-ten planen fix, ihren Winterurlaub in Österreich zu verbringen – mit steigendem Interesse in für Oberösterreich wichtigen Märkten wie Deutschland und Tschechien“, erklärt Landesrat Achleitner. Gleich zu Beginn der Wintersaison steht rund um den 8. Dezember, der in diesem Jahr auf einen Montag fällt, ein zusätzliches verlängertes Wochenende, das sich sehr positiv auf die Buchungen auswirkt. Und auch der Ausblick auf die Weihnachtsferien zeigt bereits eine erfreuliche Buchungslage in vielen Destinationen, insbesondere jenen mit Wintersport- beziehungsweise Wellnessangeboten. Wintersport schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze „Der Wintertourismus generiert Wertschöpfung direkt in den Destinationen. Wertschöpfung, von der nicht allein die Tourismuswirtschaft profitiert, sondern die weit in andere Branchen hinein ausstrahlt und Arbeitsplätze sichert“, berichtet Landesrat Achleitner. Diese Effekte beleuchtet eine Studie zur Wertschöpfung durch Oberösterreichs Seilbahnen, erstellt vom Markt-forschungs-Institut Manova im Rahmen des Satisfaction Monitor Seilbahnen (SAMON). Demnach erzielten Oberösterreichs Seilbahnen im Untersuchungszeitraum Winter 2023/24 eine direkte Brutto-Wertschöpfung im Ausmaß von 21,5 Mio. Euro – branchenübergreifend sind es sogar mehr als 87 Mio. Euro. Pro Tag und Person geben Winterurlauber:innen in Oberösterreich rund 187 Euro aus. Davon entfallen 22 Prozent auf die Seilbahnen, jeweils 18 Prozent auf Transport und Sporthandel, 17 Prozent auf die Gastronomie und 14 Prozent auf Beherbergungsbetriebe. „Vor allem aber sichert der Wintersport regionale Arbeitsplätze: 590 Jobs direkt bei den Seilbahnen und 1.360 weitere Arbeitsplätze in den unmittelbar profitieren-den Branchen wie Gastronomie und Beherbergung, Handel oder in Freizeitbetrieben“, erklärt Landesrat Achleitner. Berge, Natur und Gastfreundschaft Die ausschlaggebenden Gründe, sich für einen Winterurlaub in Oberösterreich zu entscheiden sind laut Gästebefragung Tourismus Monitor Austria (Winter 2024/25) die Berge (für 28 Prozent der Befragten) sowie Natur und Landschaft (20 Prozent). Bei der Auswahl der Unterkunft ist vor allem die Lage (55 Prozent), der Preis (47 Prozent) und die familiäre Atmosphäre (27 Prozent) von Bedeutung. „Oberösterreich punktet als Winterurlaubs-Destination vor allem durch kurze Anreisewege. Nach dem Motto ‚weniger Anfahrt, mehr Abfahrt‘ kommen 80 Prozent der Wintergäste aus einem Radius von 300 Kilometern. Und sie schätzen Oberösterreich als eine gastfreundliche Urlaubsdestination“, führt Landesrat Achleitner aus. Die Kombination aus kurzer Anreise, kompakten Skigebieten und familienfreundlichen Angeboten macht Oberösterreich zur idealen Winterurlaubs-Destination, in der Kinder und Jugendliche zum ersten Mal mit dem Wintersport in Kontakt kommen und die gesunde Bewegung am Berg und im Schnee kennen lernen. Laut Tourismus Monitor Austria nehmen die Gäste Oberösterreichs als Winter-Urlaubsziel wahr, das vor allem „erholsam“ (59 Prozent), „gastfreundlich“ (51 Prozent), „gemütlich“ (44 Prozent) und „familienfreundlich“ (35 Prozent) ist. Investitionen sichern touristische Infrastruktur„Diese Zuschreibungen zeigen, dass Oberösterreich als Winterurlaubsziel mit hoher Servicequalität wahrgenommen wird. Echte, herzliche Begegnungen begeistern unsere Gäste und bleiben in Erinnerung. Die zweite Säule des Urlaubs-Erlebnisses ist die touristische Infrastruktur, die Qualität von Unterkünften und Freizeiterlebnissen, besonders in den Skigebieten“, erinnert Landesrat Achleitner. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren sowohl Skigebiete als auch Beherbergungsbetriebe in Neu- und Umbauprojekte. • Neue Lifte in der Skiregion Dachstein West: Die zwei neuen 6er-Sesselbahnen „Angeralm“ und „Aussichtsberg“ steigern den Komfort und die Effizienz des Skibetriebs zwischen Gosau und Annaberg. Die neuen Bahnen im Bereich der Zwieselalm sind mit Wetterschutzhauben, Sitzheizung und mechanischer Verriegelung für noch mehr Sicherheit der Gäste ausgestattet. www.dachstein.at • Skigebiet Wurzeralm, Spital am Pyhrn: Im ersten Bauabschnitt wurden auf der Frauenkar-Abfahrt im Sommer die technischen Voraussetzungen für die Beschneiung der Piste ab der kommenden Wintersaison 2025/26 geschaffen. www.hiwu.at • Sein – Boutique Suiten: Die zwölf neuen Deluxe Panorama Suiten in Gosau gehen in ihre erste Wintersaison. Die Adults-only-Suiten bestechen durch ihr ebenso stilvolles wie exklusives Ambiente. www.sein-salzkammergut.at • Aldiana Club Ampflwang: Seit Juli ist der Club nach umfassender Renovierung wieder geöffnet. Erneuerte barrierefreie Zimmer und Suiten und eigene Hundezimmer, die modernisierte Hauptbar und neue Sportanlagen machen den Club noch attraktiver für Fa-milien und Aktivurlauber. www.aldiana.com/clubs/ampflwang • Hotel Gugerbauer: Seit Mitte September und damit rechtzeitig für die Herbst- und Wintersaison heißt das renovierte Gesundheitshotel in Schärding seine Gäste willkommen. Und das im frischen Ambiente mit vergrößerten Zimmern und erneuerten Behandlungsräumen. www.hotel-gugerbauer.at Andreas WINKELHOFER, Geschäftsführer Oberösterreich Tourismus: Oberösterreichs sieben Top-Skigebiete überzeugen mit guter Erreichbarkeit und kurzen Anfahrtswegen, mit familiärer Atmosphäre und durch ihr vielseitiges Angebot gerade auch für junge Skifahrerinnen und Skifahrer. „Unsere Gäste nehmen Oberösterreichs Skigebiete als ‚Kompaktklasse des Wintersports‘ mit fairem Preis-Leistungsverhältnis wahr. Diese Stärken wollen wir in den kommenden Jahren weiter nutzen und ausbauen, bei der Angebotsentwicklung ebenso wie in unseren Kampagnen. Damit wir in Zukunft noch mehr Gäste für Oberösterreich als Destination für ihren Winterurlaub begeistern können“, sagt Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus. Gestützt wird die strategische Positionierung Oberösterreichs als Winterdestination für Familien von regelmäßigen Gästebefragungen. Dies geht u.a. aus der in der vergangenen Wintersaison durchgeführten Befragung zum Tourismus Monitor Austria (T-Mona) sowie den zuletzt in der Saison 2023/24 erhobenen Daten des Satisfaction Monitors (Samon), der die Gästezufriedenheit in Österreichs Skigebieten misst, hervor. Hälfte der Oberösterreich-Gäste sind Familien Die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst: Rund 50 Prozent reisen als Familie mit Kindern und Jugendlichen an. 16 Prozent verbringen ihren Aufenthalt als Paare, 15 Prozent mit Freunden. Mehr als ein Drittel nennt die Überschaubarkeit der Skigebiete als Grund für die Destinationswahl. Diese Gäste geben den kompakten Skigebieten Oberösterreichs bewusst den Vorzug vor größeren Destinationen. Eine Zielgruppe, auf die sich Oberösterreichs Wintersportregionen perfekt eingestellt haben. Beliebt bei Gästen aus Nahmärkten Ebenfalls interessant: Mehr als 80 Prozent der Winter-Urlaubsgäste reisen innerhalb eines Radius von nur 300 Kilometern an. Der weitaus größte Anteil der Winterurlauber:innen kommt mit 60 Prozent aus Österreich, insgesamt rund 18 Prozent entfallen auf Gäste aus Deutschland. Zunehmend mehr Bedeutung gewinnt der tschechische Markt (5 Prozent), bereits seit längerem aufstrebend sind auch die osteuropäischen Märkte Polen und Ungarn. Anfänger:innen von heute sind die Gäste von morgen „Dank der Beliebtheit bei Gästen aus dem unmittelbaren Nahbereich kommt Oberösterreichs Skigebieten eine zentrale Rolle zu, um Kinder und Jugendliche für den Wintersport zu begeistern – und damit die Zukunft des Wirtschaftsfaktors Wintersport zu sichern“, so der Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus, Andreas Winkelhofer. „Viele Kinder kommen bei uns das erste Mal mit Schnee oder einer Skipiste in Kontakt. Hier wird der Grundstein für die Wintersport-Begeisterung gelegt. Und wir wissen auch: Kinder verbinden mit dem Ort, wo sie das erste Mal auf Skiern gestanden oder Schlitten gefahren sind, ganz besonders emotionale Erinnerungen. Oftmals kommen sie dann im Erwachsenenalter als Gäste wieder zurück.“ Starke Allianz für den Winter Oberösterreich Tourismus eröffnet die Wintersaison mit einem Blick weit über die gewohnten Marketinghorizonte hinaus. „Wir verstehen Wintersport nicht als isoliertes Angebot, sondern als lebendiges Netzwerk, das Branchen verbindet und gemeinsame Energien bündelt“, bekräftigt Andreas Winkelhofer. Neue Initiativen entstehen im Austausch mit Unternehmen der hei-mischen Wintersportindustrie, deren Innovationskraft ebenso einfließt wie das Know-how des Landesskiverbands. Das gemeinsame Ziel: Winter-Erlebnisse, die für Einheimische und Gäste gleichermaßen spürbar werden. So entstand etwa eine exklusive Oberösterreich-Kollektion von Eisbär, die ab sofort im Handel und auch online erhältlich ist. (Mehr Infos siehe unten) Oberösterreich bläst den Marsch zum Skiwinter Eine außergewöhnliche Promotion-Aktion zieht darüber hinaus in den wichtigsten Märkten Österreich, Deutschland und Tschechien die Blicke auf sich. Denn vier Musiker aus Schenkenfelden in der Region Mühlviertel zogen bepackt mit ihren Blasmusik-Instrumenten und in voller Skimontur je zwei Tage lang durch Dresden (24./25. Oktober) und Prag (31. Oktober/1. November) und lieferten dabei den Soundtrack zum oberösterreichischen Skiwinter. In belebten Fußgängerzonen und auf zentralen Plätzen sorgten die Musiker für viel Aufmerksamkeit und machten auf besondere Weise Lust auf einen Winterurlaub in Oberösterreich. Nächste und letzte Station der Musiker ist am kommenden Wochenende Wien (14./15. November). Eintracht Frankfurt: „Adler“ fliegen auf Oberösterreich Der deutsche Fußball-Topklub Eintracht Frankfurt schwimmt seit einigen Jahren auf der sportlichen Erfolgswelle und spielt in dieser Saison sogar in der Champions League. Trotz vieler Flüge durch ganz Europa gibt es für die "Adler" vom Main dennoch nur ein bevorzugtes Ziel: Oberösterreich! Dank der Partnerschaft mit Oberösterreich Tourismus, die aus den Sommer-Trainingscamps der Eintracht in Windischgarsten entstand, kam vergangenen Winter erstmals eine große Reisegruppe des mit 155.000 Mitgliedern weltweit größten Mehrsparten-Sportvereins zum Winterurlaub nach Hinterstoder. Das Angebot wurde von den Eintracht-Fans so begeistert aufgenommen, dass die „Adler“ heuer erneut in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel landen. Und das zu einer perfekten Zeit für die Betriebe – in der zweiten Jänner-Woche, wenn hierzulande die Hauptsaison eine Zwischenpause einlegt, in Hessen aber noch Schulferien sind. „So wird aus einem Fußball-Trainingslager touristische Wertschöpfung im Winter“, freut sich Andreas Winkelhofer und ergänzt: „Zukünftig werden wir auch Reisen in der Sommersaison anbieten. Ein perfektes Beispiel, wie der Doppelpass von Sport und Tourismus gelingt.“ Kampagne mit Oberösterreichs Top-Wintersportregionen Neben all diesen Partner-Allianzen auch klassische Aktivitäten in einem erfolgreichen Marke-tingmix nicht fehlen, um Gäste für einen Winterurlaub in Oberösterreich zu begeistern. Gemeinsam mit den sieben Top-Skigebieten (Skiregion Dachstein West, Dachstein Krippenstein, Feuerkogel, Kasberg, Hinterstoder, Wurzeralm und Hochficht) sowie den dazugehörigen vier Destinationen (Ferienregion Dachstein-Salzkammergut, Ferienregion Traunsee-Almtal, Urlaubsregion Pyhrn-Priel und das Mühlviertel) bündelt Oberösterreich Tourismus Mittel und Kräfte für eine Kampagne in den wichtigsten Herkunftsmärkten. Vor allem auf dem österreichischen Nahmarkt lenkt die Winterkampagne mit dem Slogan „Sei gscheid, foa ned z’weid“ die Aufmerksamkeit auf die zentralen Wettbewerbsvorteile der oberösterreichischen Skigebiete: kurze Anreise, faire Preise, Nachhaltigkeit und Familienorientierung. Kampagnen-Highlights in den Märkten sind Angebots-Kooperationen mit der ÖBB in Österreich, dm in Tschechien und der Nederlande Skivereniging in den Niederlanden. Helmut HOLZINGER, Fachgruppenobmann Seilbahnen, WKO Oberösterreich:
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