Garaventa: Neue Gondelbahn-Verbindung in LAAXGaraventa hat die Gondelbahn-Verbindung zwischen Crap Masegn, Fuorcla und dem Vorabgletscher für die Weisse Arena Bergbahnen AG umfassend erneuert. Moderne Technik sorgt für eine höhere Förderleistung und einen effizienteren Betrieb. Die Gondelbahn-Verbindung zwischen Crap Masegn, Fuorcla und dem Vorabgletscher blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1978 nahm die Weisse Arena Bergbahnen AG die damals von Habegger erbaute Sechser-Gondelbahn in Betrieb und erschloss damit den Vorabgletscher, den höchsten Punkt des Skigebiets LAAX. Nun wurde diese historische Anlage durch eine neue Gondelbahn ersetzt, da die alte Anlage aus konzessionsrechtlichen Gründen nicht weiter betrieben werden konnte. Die neue Achter-Gondelbahn folgt der bestehenden Linienführung und verfügt über modernste Technik. Zwei Sektionen mit separaten Antrieben ermöglichen neu eine Förderleistung von 1’500 Personen pro Stunde bei einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde. Bei Bedarf kann die Sektion Fuorcla–Crap Masegn ihre Kapazität auf bis zu 2’000 Personen pro Stunde erhöhen, indem Kabinen von der anderen Sektion übernommen werden. Dadurch verringert sich die Förderleistung der Sektion Fuorcla–Vorab entsprechend. Die 77 Kabinen vom Typ OMEGA IV bieten Platz für acht Personen und sind mit Polstersitzen, Aussen-Skiköchern und Klappfenstern ausgestattet. Retrofit-Konzept: Nachhaltigkeit im Hochgebirge Das Projekt basiert auf einem umfassenden Retrofit-Konzept der Weissen Arena Bergbahnen AG, das die Weiterverwendung bestehender Infrastruktur vorsieht. Die Stationsgebäude in Crap Masegn und am Vorab konnten unverändert bestehen bleiben, denn die neuen Gondelgaragierungen wurden in die vorhandenen Gebäudehüllen integriert. Auch die Strecke wurde weitergenutzt. 22 der 24 bestehenden Fachwerkstützen blieben erhalten und wurden mit neuen Stützenköpfen und Rollenbatterien ausgestattet. Insgesamt konnten rund 80 Prozent des vorhandenen Stahls wiederverwendet werden. Durch diese konsequente Nutzung bestehender Strukturen liessen sich Materialeinsatz, Bauaufwand und Transportlogistik deutlich reduzieren. Dies ist im alpinen Gelände ein entscheidender Vorteil. «Ein kompletter Rückbau hätte bedeutet, 300 Tonnen Stahl erneut ins Hochgebirge zu transportieren. Diesen Aufwand konnten wir dank des Retrofit-Konzepts vermeiden», erklärt Alicia Martinez, Leiterin Bauprojekte der Weisse Arena Bergbahnen AG. Zudem verkürzte die Weiterverwendung der vorhandenen Strukturen die Bauzeit. Für die Weisse Arena Bergbahnen AG hat das Projekt eine wichtige strategische Bedeutung. Verwaltungsratspräsident Reto Gurtner betont: «Modernisieren heisst für uns nicht abreissen, sondern besser machen. Mit unserem Retrofit steigern wir den Gästekomfort und setzen gleichzeitig ein starkes Zeichen: Wir nutzen bestehende Ressourcen weiter, sparen Rohstoffe und Energie und bringen damit die Vision LAAX28 konsequent in die Realität. So entsteht Nachhaltigkeit, die nicht nur versprochen wird – sondern wirkt.» Auch für Garaventa ist das Projekt ein Meilenstein. Ueli Sutter, Projektleiter Verkauf, sagt: «Am Ende jeder Anlage steht ein Neuanfang. Retrofit-Projekte machen es möglich, bestehende Bahnen für weitere Jahrzehnte fit zu machen. Sie sind ein zentraler Bestandteil unserer ESG-Strategie der Doppelmayr Gruppe und verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer und sozialer Verantwortung.» Die neue Gondelbahn sichert auch künftig die Verbindung zum Vorabgletscher. Sie basiert auf der bewährten UNI-G-Technologie von Doppelmayr in Wolfurt, während die modernen Kabinen von CWA in Olten stammen. |










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