Statistische Auswertung Seilbahnen in SüdtirolInvestitionen in Qualität und Nachhaltigkeit, um wettbewerbsfähig zu bleiben Wurde früher in die Entwicklung und Errichtung neuer Aufstiegsanlagen und Skigebiete investiert, so liegt heute der Fokus darauf, die Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen in Qualität und Nachhaltigkeit zu sichern: dies zeigt die aktuelle Ausgabe des ASTAT-Seilbahnheftes, die soeben veröffentlicht wurde. Die Zahlen zeigen, dass die Anzahl der Aufstiegsanlagen seit Jahren rückläufig ist: im Jahr 2000 gab es 392, im Jahr 2010 375 Anlagen, im Jahr 2020 357 Anlagen und im Jahr 2025 351 Anlagen. „Grund dafür ist u.a., dass keine neuen Skigebiete bzw. -zonen mehr ausgewiesen werden, sondern auf bereits bestehende gesetzt wird. Eine Entscheidung, die von uns voll mitgetragen wird. Wir wollen in der Peripherie unseren Beitrag leisten, um Entwicklung zu ermöglichen, Nahversorgung zu erhalten und Menschen vor Ort zu beschäftigen und damit die Lebensqualität zu sichern“, so der Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer, Helmut Sartori. Die Betreiber der Aufstiegsanlagen sind dabei bemüht, sich weiterzuentwickeln. Energieeffizienz, nachhaltige Energiegewinnung, aber auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden dabei immer zentraler. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren wir deshalb u.a. in die Erhöhung der Förderkapazität. Dies bedeutet nicht, dass mehr Menschen befördert werden, sondern, dass die Effizienz und der Komfort verbessert werden konnten – weniger Energieverbrauch, geringere Wartezeiten“, erklärt Sartori. Im Bereich der Energieeffizienz sieht der Verband der Seilbahnunternehmer einige sehr positive aktuelle Entwicklungen. Seit heuer ist es urbanistisch möglich, auf der Wasserfläche von Speicherseen Photovoltaik-Anlagen anzubringen, jüngst wurde auch der Weg für Pumpspeicherwerke geebnet. „Unser Ziel ist es energieautark zu werden“, unterstreicht Sartori, der zudem anmerkt, dass bereits heute fast alle Mitgliedsgesellschaften ausschließlich grüne Energie (sog. Ökostrom) beziehen.
Zum 31.12.2025 gab es in Südtirol 351 Seilbahn- anlagen, drei Anlagen weniger als im Vorjahr: 2025 wurden neun Anlagen neu errichtet und 12 abgebaut. 27 Anlagen wurden der vom Gesetz vorgesehenen Generalrevision unterzogen und an zwei wurden wesentliche Umbauarbeiten vorgenommen. Sowohl im Sommerhalbjahr 2024 als auch im Winterhalbjahr 2024/25 wurden neue Rekordwerte bei den beförderten Personen verzeichnet (11,6 bzw. 150,4 Millionen). Je Anlage können im Durchschnitt 1.602 Personen pro Stunde befördert werden. Im Jahr 2024 wurde ein Gewinn von 109,9 Millionen Euro erwirtschaftet, das bisher höchste Ergebnis des Seilbahnsektors. Weniger Anlagen, bessere Qualität Die Anzahl der Seilbahnanlagen in Südtirol ist seit 1980 kontinuierlich zurückgegangen. Während im Jahr 1980 noch insgesamt 440 Anlagen verzeichnet wurden, sind es im Jahr 2025 nur noch 351. Besonders stark rückläufig ist die Zahl der Schlepplifte und der fix- geklemmten Sessellifte. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele ältere Anlagen im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen durch leistungsfähigere kuppelbare Umlaufbahnen ersetzt wurden. Nahezu jeder fixgeklemmte Sessellift wird heutzutage durch eine kuppelbare Anlage ersetzt. |







Zurück
Fotos hinzufügen
Drucken
Email