Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen: Gipfelcharta „GEMEINSAM AM BERG“Werte und Spielregeln für ein respektvolles Miteinander am Berg Das Ziel: Naturerlebnisse ermöglichen, Konflikte reduzieren und die heimische Bergwelt als Lebens- und Erholungsraum bewahren. Serfaus. Die Berge werden heute vielfältiger genutzt als je zuvor: Nach der Auffahrt mit der Bergbahn begegnen sich Familien, Wanderer:innen, Trailrunner:innen, Mountainbiker:innen, Kletterer:innen, Paragleiter:innen, Hundebesitzer:innen und viele mehr mit sehr unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen. Damit dieses Miteinander gelingt, braucht es gemeinsame Werte und klare Spielregeln. Mit der Gipfelcharta „GEMEINSAM AM BERG – Erleben, Genießen, Bewahren“ setzen die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen ein starkes Zeichen für verantwortungsvolles Verhalten am Berg. Im Vor-Ort Augenschein in Serfaus wird deutlich, wie die Charta bei Gästen Aufmerksamkeit schafft, mit einfachen Entscheidungen Rücksicht zu nehmen und so dazu beizutragen, die Bergwelt auch für kommende Generationen zu bewahren. 25 Jahre Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen: Qualitätsoffensive mit Blick auf morgen Die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen gehören seit 25 Jahren zu den Impulsgebern für Qualität und nachhaltige Entwicklung im alpinen Sommertourismus. Das Gütesiegel vereint heute 84 Mitgliedsbetriebe mit 101 Themenbergen, alle mit dem gemeinsamen Anspruch, den Bergsommer bewusst zu gestalten und Verantwortung für ihre Region zu übernehmen. Nachhaltigkeit ist dabei kein Einzelprojekt, sondern ein zentrales Element der Qualitätsoffensive. Neben Kooperationen wie dem KlimaTicket Österreich, das Gäste zu einer klimafreundlichen Anreise motiviert, geht es vor allem darum, Mitglieder kontinuierlich für weitere Maßnahmen zu sensibilisieren, mit Know-how zu unterstützen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu schaffen. Hierfür ist die Gipfelcharta ein wichtiger Baustein: Sie definiert klare, verständliche Leitlinien für Gäste, vom respektvollen Umgang mit Weidetieren über Müllvermeidung bis hin zur Rücksichtnahme auf andere Besucher:innen. „Wenn wir heute über die Gipfelcharta sprechen, dann sprechen wir über einen weiteren Baustein unserer Qualitäts- und Nachhaltigkeitsoffensive im Bergsommer“, betont Kornel Grundner, Sprecher der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen. „Wichtig ist: Nicht die Kampagne allein zählt, sondern das dahinterstehende Versprechen. Alle Mitgliedsbetriebe verpflichten sich, Verantwortung zu übernehmen und ihre Gäste aktiv für nachhaltiges Verhalten am Berg zu gewinnen.“ Von regionalen Vorreitern zu überregionalen Leitlinien Für die Entwicklung der Gipfelcharta wurde bewusst auf bewährte Initiativen aus den Bundesländern aufgebaut, etwa „Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“, „Respektiere deine Grenzen“ und „In unserer Natur“. „Man muss das Rad nicht neu erfinden“, erklärt Kornel Grundner. „Es gibt in den Bundesländern erfolgreiche Initiativen, die wir zusammengeführt haben. So konnten wir Leitlinien definieren, die überregional für ein respektvolles Miteinander am Berg gelten – von Vorarlberg bis in die Steiermark.“ Von der Talstation bis ins Wandergebiet: Wie die Charta bei den Gästen ankommt Für die Umsetzung der Gipfelcharta setzen die Bergbahnen auf klare Sichtbarkeit entlang der gesamten Gästereise. Wie dieses Miteinander konkret aussehen kann, zeigt sich am heutigen Standort Serfaus: Hier wird die Gipfelcharta entlang der gesamten Gästereise sichtbar, von der Talstation bis in den Erlebnispark Hög und darüber hinaus. „Dieses Miteinander von Familien, Wandernden, Sportler:innen und Almwirtschaft funktioniert nur, wenn wir gemeinsame Spielregeln haben und ein Grundverständnis dafür, wie wir miteinander und mit der Natur umgehen. Die Gipfelcharta gibt uns dafür einen klaren Rahmen, ohne dass wir mit erhobenem Zeigefinger arbeiten“ sagt Stefan Mangott, Geschäftsführer der Bergbahn Komperdell und Sprecher der BÖSB Tirol. Im Alltag heißt das: Gäste begegnen der Gipfelcharta an Tal- und Bergstationen, bei Ein- und Ausstiegen, an zentralen Punkten im Wandergebiet, auf Infoscreens, in Programmheften, auf der Website und in den Social-Media-Kanälen der Bergbahnen. „Jeder Ausflug am Berg hinterlässt Spuren und wir können gemeinsam entscheiden, ob diese Spuren positiv sind“, so Mangott. Gemeinsame Werte für einen stark genutzten Naturraum Das ist zentral, denn die Bergwelt wird immer stärker in Anspruch genommen: als Arbeitsplatz, als Lebensraum und als Freizeitkulisse. „Tirol ist ein alpines Sport- und Tourismusland und gleichzeitig ein sensibler Natur- und Lebensraum“, unterstreicht Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler. „Dass so viele Interessen aufeinandertreffen, ist eine Chance, kann aber auch zu Konflikten führen, wenn es keine klaren Erwartungen und Spielregeln gibt.“ Die Gipfelcharta hilft dabei, gemeinsame Werte sichtbar und verständlich zu machen: „Wir müssen beides im Blick behalten: die Natur als Lebensraum und die Berge als Wirtschafts- und Erholungsraum. Das funktioniert nur mit guter Infrastruktur, gegenseitiger Rücksichtnahme und einem gemeinsamen Verständnis dafür, wie wir unsere Naturräume nutzen“, so Geisler. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Almen und den Wäldern, wo Land- und Forstwirtschaft, Jägerschaft, Tourismus, Wandernde und Sporttreibende besonders eng zusammenkommen. Weg vom Verbotsschild, hin zu geteiltem Verantwortungsbewusstsein Aus Sicht der Forstwirtschaft ist die Gipfelcharta ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einem modernen Verständnis von Besucher:innenlenkung. Im Mittelpunkt steht die Idee, Naturerlebnisse zu ermöglichen und nicht zu verhindern. Man setzt daher nicht bei Verbotsschildern an, sondern bei der Frage, wie sich Gäste so verhalten können, dass sie die Natur genießen und sie gleichzeitig schonen. „Wir arbeiten hier in Tirol seit Jahren daran, Nutzungskonflikte frühzeitig zu entschärfen und damit Bewirtschaftung und Naturerlebnisse langfristig zu sichern. In vielen Regionen haben wir bereits einen konstruktiven Dialog zwischen Forst, Landwirtschaft, Jagd und Tourismus aufgebaut – für ein respektvolles Miteinander “, so Harald Oblasser, Vorstand der Gruppe Forst des Landes Tirol. „Die Gipfelcharta stärkt diesen Schulterschluss und formuliert die Ziele klar und verständlich: Sie zeigt, wie Gäste Wege und sensible Bereiche nutzen können, ohne Wildtiere zu stören, Verjüngungsflächen im Wald zu schädigen, oder Weideflächen zu gefährden.“ Leitgedanke: Gemeinsam am Berg Die Gipfelcharta ist mittlerweile fixer Bestandteil des Kriterienkatalogs der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen. Bei Neu- oder Rezertifizierungen wird geprüft, ob und wie sie für Gäste sichtbar kommuniziert wird. Begleitet wird die Initiative von praxisnahen Materialien, von Plakaten und Hinweistafeln über Infoscreens und Videoclips bis hin zu Content für Website und Social Media. Entscheidend ist jedoch nicht die Kampagne allein, sondern das dahinterstehende Versprechen. Der Leitgedanke GEMEINSAM AM BERG – Erleben, Genießen, Bewahren bringt dieses Commitment auf den Punkt: Verantwortung am Berg ist eine gemeinsame Aufgabe, von Bergbahnen, Gästen, Regionen, Forst, Landwirtschaft und allen, die im alpinen Raum leben und arbeiten. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, bleibt die Bergwelt als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum langfristig erhalten. Kornel Grundner: Qualität, Nachhaltigkeit und ein gemeinsames Versprechen Stefan Mangott: Wie "GEMEINSAM AM BERG" in Serfaus gelebt wird Josef Geisler: Gemeinsame Werte für einen stark genutzten Naturraum Harald Oblasser: Weg vom Verbotsschild, hin zum geteilten Verantwortungsbewusstsein Über das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“ |





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