Salzbergbahn Hallstatt offiziell eröffnetIm Rahmen eines Festaktes feierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Tourismus gemeinsam mit den Salzwelten die Fertigstellung des Großprojekts. Nach 362 Tagen Bauzeit ist die neue Salzbergbahn Hallstatt am 18. September offiziell eröffnet worden. Die neue Standseilbahn wurde gemeinsam von den Salzwelten und der Doppelmayr Gruppe realisiert: Die Kabinen wurden von Carvatech in Oberweis bei Gmunden gefertigt, die Seilbahntechnik stammt vom Schweizer Spezialisten Garaventa. Landeshauptmann Thomas Stelzer betonte bei der Eröffnung die Bedeutung des Projekts für Hallstatt und Oberösterreich: „Hallstatt ist ein einzigartiges Stück Oberösterreich, das Menschen aus aller Welt begeistert. Mit der neuen Salzbergbahn wird die Brücke zwischen mehr als 7.000 Jahren Salzgeschichte und der Zukunft des Tourismus geschlagen. Es wird mehr Komfort für die Gäste geschaffen und zugleich dafür gesorgt, dass unser wertvolles Erbe auch für kommende Generationen erlebbar bleibt.“ Investition in die Zukunft des Standorts Rund 34 Millionen Euro wurden in die neue Salzbergbahn und die damit verbundenen Infrastrukturmaßnahmen investiert. Die neue Salzbergbahn bietet Platz für bis zu 60 Personen pro Kabine und damit deutlich mehr Kapazität als die bisherige Anlage. „Es war ein extrem herausforderndes Projekt für alle Beteiligten. Die neue Salzbergbahn unter diesen besonderen Bedingungen zu planen und innerhalb von 362 Tagen umzusetzen, war eine große gemeinsame Leistung. Wenn viele Hände zusammenarbeiten und alle an einem Strang ziehen, kann Großartiges entstehen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die modernste Standseilbahn der Welt“, erklärt Projektleiter Kurt Thomanek, Vorstand für Bergbau und Tourismus. Salzgeschichte erleben Mit der neuen Salzbergbahn ist auch der Zugang zum ältesten Salzbergwerk der Welt wieder vollständig möglich. Im Hallstätter Hochtal können Besucherinnen und Besucher die mehr als 7.000 Jahre alte Geschichte des Salzabbaus erleben. Die Führungen durch das Salzbergwerk verbinden moderne Vermittlung mit authentischen Einblicken in die jahrtausendealte Geschichte des Salzabbaus. Die beiden Fahrzeuge bieten Platz für jeweils 60 Personen. Dank der automatischen Niveauregulierung bleiben die Fahrgasträume während der gesamten Fahrt waagrecht, was einen komfortablen und barrierefreien Zu- und Ausstieg ermöglicht. Großzügige Verglasungen eröffnen während der Fahrt Ausblicke auf Hallstatt, den Hallstätter See und die umliegende Bergwelt. “Die Realisierung der neuen Salzbergbahn war aufgrund der topografischen sowie geologischen Gegebenheiten ein sehr anspruchsvolles Projekt. Die Arbeiten auf engstem Raum erforderten eine intensive Planung und Flexibilität aller Beteiligten. Umso mehr freut es uns, dass wir gemeinsam mit den Salzwelten Hallstatt und allen Projektpartnern eine zukunftsfähige Lösung umsetzen konnten, welche den heutigen Anforderungen in Bezug auf Barrierefreiheit gerecht wird und den Gästen bereits auf dem Weg zum Bergwerk ein besonderes Erlebnis bietet“, sagt Damian Zenklusen, Projektleiter Verkauf bei Garaventa. Für das Design und die Materialisierung der Standseilbahnkabinen hat Carvatech das Thema Salz als gestalterisches Element aufgegriffen. Sie erinnern an Salzkristalle und ermöglichen den Fahrgästen mit ihren großen Glasflächen weite Ausblicke auf die Bergwelt und den Hallstätter See. Ein besonderes Augenmerk galt zudem der architektonischen Gestaltung der neuen Stationen. Die neue Talstation fügt sich als kompakt gestalteter Baukörper harmonisch in die UNESCO-Welterbelandschaft ein. Das Erdgeschoß mit Holzfassade beinhaltet neben der Seilbahntechnik auch modernste Kassenplätze und den Infostand. Das transparente Obergeschoß mit einer vorgelagerten, großen Besucherterrasse bietet ausreichend Platz für die Gäste. Die Besucherbereiche sind hell und lichtdurchflutet; weite Sichtachsen erleichtern die Orientierung und stärken den Wohlfühlcharakter. Dabei verschmelzen die Erschließungszonen fließend mit dem großzügigen Flagship-Store. Durch die offene, transparente Bauweise bleibt der visuelle Bezug zur historischen Umgebung aus jeder Perspektive erhalten. Auch die Bergstation integriert sich behutsam in das historische Umfeld. Der auskragende, verglaste Bahnsteig mit vorgelagerten Holzlamellen „schwebt“ über einem massiven Sockel. Darüber bietet ein Bistro mit weitläufiger Terrasse einen fantastischen Ausblick in die Berglandschaft und schließt direkt an den Erlebnisweg im Hochtal an. „Architektur im Welterbe bedeutet, die Balance zwischen Respekt vor der Geschichte und einer modernen Baukultur zu finden“, erklärt Sigrid Aigner, Projektleiterin von Hasenauer.Architekten ZT GmbH. „Unser Ziel war eine zeitgemäße Architektur, die einer 7.000 Jahre alten Bauhistorie gerecht wird und gleichzeitig Platz für hochmoderne, komfortable Infrastruktur bietet. Ein derart anspruchsvolles Seilbahnprojekt konnte nur dank der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten gemeistert werden.“ Technische Daten: |












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